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Tagesablauf/ Tagesrhythmus

Hallo zusammen!

Ich heiße Annika bin 26 Jahre alt und habe am 12.05.09 meine Tochter Paula bekommen! Sie ist mein erstes Kind und ein sehr sensibles und temperamentvolles dazu!

Es ist sehr schwer einen Tagesablauf mit ihr zu finden, da es jeden Tag sehr anders bei uns zu geht!
Mal schläft sie morgens lange, mal schläft sie nicht so lange! Einschlafen tut sie generell nur auf dem Arm (was ich nicht weiter schlimm finde) so alt ist sie ja auch noch nicht und ich geniesse das kuscheln mit ihr!
Leider schläft sie dann aber höchstens nocmal einehalbe Stunde wenn ich sie hinlege!

Sie ist sehr intensiv und hat nie zu ungefähren Zeiten hunger, sondern das ist jeden Tag anders!

Was meint ihr sollte ich mich einfach auf sie einlassen und ihr es alles so geben oder sollte ich lieber Strucktur rein bringen?
Es bringen mich alle durcheinander da jeder was anderes zu mir sagt und alle immer nur schlaue Tipps haben die ich sowieso schon alle ausprobiert habe!

Eine Sache werde ich nur auf jedenfall nicht nicht tun und das ist sie schreien zu lassen! Meine Schwiegermutter meinte mir diesen Rat geben zu müssen! Bin aber ganz und gar nicht begeistert! Das passt nicht zu meinem Erziehungstil!

Leider werde ich aber auch sehr durch solche Sachen verunsichert und habe das Gefühl das mir der Mutterinstinkt völlig fehlt! Ich liebe meine Tochter über alles und möchte! Bin mir aber sehr unsicher wie weit ich das alles so zu lassen sollte!

kennt jemand das Problem?

Lieben Gruß Annika

von Nikan / 19.08.2009 08:18

Antwort


Hallo Annika

Ich denke, deine Tochter ist noch ziemlich klein und da ist es normal, dass noch kein richtiger Rhythmus vorhanden ist. es gibt zwar Kinder, die sofort einen Rhythmus haben aber ich denke die sind eher die Ausnahme. Bei uns war es genau so. Mein Sohn war auch sehr sensibel und es hat gedauert bis wir einen Rhythmus hatten...ich bin da voll auf ihn eingegangen; natürlich war es oft anstrengend oder auch frustrierend aber er hat dann ganz von alleine einen Rhythmlus gefunden. Heute (er wird jetzt 10 Monate alt) schlâft er ohne grösserer Probleme, Essenszeiten sind auch sehr regelmässig und er schläft mittlerweile in seinem Zimmer und auch (mit einigen Ausnahmen) durch. Wir haben ihn auch nicht schreien lassen, vor allem die ersten 6 Monate nicht....da weint ein baby nicht einfach so um uns zu testen. Auch heute lassen wir ihn nicht wirklich weinen....also, nicht länger als 10 Minuten (manchmal weiss man halt, dass es nur von Müdigkeit ist und er schläft dann meist auch innerhalb 5 Minuten ein)....aber deine tochter ist noch zu klein dafür. Wenn du die Möglichkeit hast und es ok für dich (und deinen Mann) ist, dann lass dich einbfach auf sie und ihre Bedürfnisse ein. Der Rest findet sich von selbst....und wenn nicht könnt ihr ja dann sehen wie ihr weiterverfahrt;
Was das Schlafen betrifft: also Louis hat anfangs auch fast gar nicht geschlafen...und wenn dann nur auf meinem Bauch, was natürlich sehr anstrengend war mit der Zeit und ich dann auch übermüdet war...bis wir dann aufs Pucken gestossen sind...das hat Wunder bewirkt und er hat so geschlafen...nur nachts...tagsüber habe ich ihn viel im Tragetuch getragen (was er übrigens auch heute noch mag...nur mein Rücken nicht so)...mit 4 Monaten haben wir langsam angefangen ein Abendritual einzuführen....es hat zwar auch da gedauert bis das "verinnerlicht" war ...das ging nicht von heute auf morgen aber jetzt funktionniert es super...sogar als er dann in sein Zimmer verlegt wurde.
Ich weiss, dass man oft verunsichert wird von Aussagen anderer aber versuch in einer ruhigen Minute auf dich hineinzuhören....und tue das was dein Gefühl dir sagt...du hast die Fähigkeit dazu und wirst es bestimmt richtig machen. Versuche bei solchen Ratschlägen einfach nicht hinzuhören (vor allem was die "ältere" Generation so sagt...;die sind halt einfach anders aufgewachsen...bekam auch immer solche ratschläge...was das Schreien, Schlafen und Stillen betrifft...ich habe es aber so gemacht wie ich /wir es wollten und für richtig hielten und siehe da, unser Sohn weint heute fast gar nicht mehr und ist so lebensfroh und ausgeglichen...sogar Fremde sagen zu uns was für ein freundliches Kind er ist) So, lange Rede, kurzer Sinn: ich denke du sollst deinem gefühl nachgehen und dich einfach (nach Möglichkeit) auf deine Tochter einlassen; es wird sich alles von selbst ergeben.
Alles Gute
Patricia

von Patty01 / 19.08.2009 08:56

Antwort


Dankeschön für deine Antwort!
DIe Worte tun wirklich gut! Immer wieder habe ich mir gesagt das ich auf mich hören muss, doch irgendwie haben mich andere immer verunsichert!
...Sie muss das alleine können, jetzt muss du das aber mit ihr tranieren sonst tanzt sie dir auf der Nase rum... Bla, bla, bla...

Es ist gar nicht so einfach gegen diese ganzen Aussagen zu bestehen! Mein Mann ist da ein sehr sensibler dem es sogar unangenehm ist wenn die Kleine im Kinderwagen weint (er ist sehr unsicher).
Er nimmt sich noch mehr an wie ich und stand dann auch einige male hinter den Aussagen der anderen, obwohl ich denke das sie es vielleicht irgendwann von selbst lernt! Nein, das denk ich nicht, da bin ich mir sicher!
Es ist nur so schwer standhaft zu bleiben, wenn jeder einem was anderes sagt als das Gefühl mir sagt!

Man kann nicht nur das Richtige tun! Man macht auch Fehler, das ist mir schon klar, aber das Vertrauen das meine Tochter mir schenkt würde ich doch enttäuschen wenn ich sie schreien lasse!
Das kommt für mich nicht in frage! Sie schläft auch mit Beistellbett an unserem Elternbett ganz nah bei mir! Das tut ihr gut und mir auch!

Ich danke dir das du mir etwas Vertrauen in mich selber geschenkt hast!
Das schlimmste ist nur wenn alle anderen meinen alles besser zu wissen wenn es um MEINE Tochter geht!

Danke auch für die klaren Worte das sie einfach noch zu klein ist und Mama tanken muss!
Ich werde versuchen mich wieder voll und ganz auf sie ein zu lassen!
Wenn mir jemand sagt das ich das alles antrainieren muss, dann weiß ich jetzt schon die Antwort!

Ich muss meiner Tochter gar nichts antrainieren, sie ist doch kein Zirkuspferd! Habe ich letzten irgendwo gelesen in dem selben Zusammenhang! Fand ich sehr gut, denn die Aussage bringt es auf den Punkt!

Ich danke dir nochmal!

Lieben Gruß Annika

von Nikan / 21.08.2009 07:31

Antwort


Hihi, das mit dem Zirkuspferd klingt gut :-)) ich kann dich sehr gut verstehen denn mir ging es genau so....auch was mein Mann betrifft...Louis schlief bis vor einem Monat noch bei uns in Zimmer auch im Beistellbettchen und das klappte sehr gut...bis ich dann dachte es sei an der Zeit (da ich bei jedem Quiecken auch aufgewacht bin und keinen ruhigen Schlaf wollte) ausserdem fing er an sich selbst zu heben und das war dann doch gefährlich, mein Mann wollte aber immer noch dass er bei uns schläft ;-) und wenn er jetzt mal nachts weint sagt er gleich "komm, wir holen ihn zu uns ins Bett"...da bin ich dann manchmal auch standhaft ausser wenn ich merke, dassihn irgendetwas plagt (Zähne oder so).
Er tanzt uns aber auch nicht auf der Nase rum und wir waren auch ständig um ihn rum und haben ihn viel getragen....was kann es schöneres geben als so einem kleinen Würmchen die Liebe und Nâhe zu geben die es braucht um sich geborgen zu fühlen und Vertrauen aufzubauen. Unserem Sohn hat es richtig gut getan und wie gesagt, er schläft jetzt problemlos alleine ein in seinem eigenen Zimmer und ist auch sonst sehr munter und lebensfroh (und glaube mir, der anfang war echt schwierig...er kam 6 Wochen zu früh, vielleicht lag es auch daran)....vertraue dir und deiner Tochter und du wirst sehen, es wird sich von alleine geben und gut entwickeln.

von Patty01 / 21.08.2009 09:02

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