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Zur neuesten Antwort

----Tipps und Ratschläge----

Wenn ihr mal Ratschläge von eurer Hebamme, aus Büchern, Internet!! oder von sonstwo bekommt, und diese den anderen mitteilen möchtet könnt ihr dies hier machen. Ich finde es immer wieder interessant was manche Menschen an Wissen haben, und leider entsteht nicht häufig eine Situation, in der es anderen mitgeteilt werden kann.
Also, laßt eurem Wissen freien Lauf............

von Invidia / 13.04.2009 14:41

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Zum Thema Atmung

Atmung und Hyperventilation

Wenn Sie verkrampft sind und Angst haben, wird Ihre Atmung flacher und schneller. Ihre Schultern sind nach oben gezogen, und Ihre Nacken- und Schultermuskeln sind steif und angespannt. Wenn sich Ihre Angst nun zur Panik steigert, beginnen Sie zu hyperventilieren: Das heißt, Sie atmen zu viel ab. Dadurch kommt es zu einem CO2-Mangel im Blut. Schwindel, ein Gefühl des Kontrollverlusts und beginnende Krämpfe der Hände sind die Folge. Sie spüren ein Kribbeln in den Fingern, und Ihr Mund fühlt sich taub an. Um dem Abhilfe zu leisten, halten Sie sich schnell ein Säckchen (Papier, Plastiksackerl) oder beide Hände vor den Mund und atmen die ausgeatmete Luft wieder ein. Dann reguliert sich der CO2-Gehalt wieder.

Alle diese Reaktionen sind in Angst- und Stresssituationen normal. Allerdings kann der Körper das nicht lange durchhalten, dann ist er erschöpft. Während der Wehen müssen Sie mit Ihrer Energie gut haushalten. Zudem braucht auch Ihr Baby so viel Sauerstoff wie möglich, um die Strapazen der Geburt gut zu überstehen.

von Invidia / 13.04.2009 14:41

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Atemtechniken für die Wehen


Schließen Sie für einen Moment die Augen, und konzentrieren Sie sich auf Ihre Atmung.

Achten Sie darauf, wie rhythmisch Ihre Atmung ist. Sehr wichtig ist, durch die Nase ein und durch nur leicht geöffnete Lippen auszuatmen. Sie atmen ein und lassen eine kurze Pause, ehe Sie wieder ausatmen. Das Ausatmen sollte ungefähr dreimal so lang und tief wie das Einatmen sein - bis die Lungen „leer" sind. Das geht auch gut, wenn man mit Stimme ausatmet, also „tönt"; mit tiefer Stimme ein A singt. Bevor Sie wieder einatmen, machen Sie ebenfalls eine kleine Pause.

Während der Wehen ist es wichtig, dass Ihre Atmung gleichmäßig bleibt. Sie sollten versuchen zu vermeiden, dass Ihre Atmung bei sehr heftigen Wehen flacher wird - zum Beispiel mit „Tönen" oder stöhnen.

von Invidia / 13.04.2009 14:42

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Unterstützung beim Atmen



Es ist mitunter nicht gerade leicht, regelmäßig zu atmen und sich beim Ausatmen zu entspannen, wenn man furchtbare Schmerzen hat, müde ist und das Gefühl hat, die Wehen dauerten eine Ewigkeit. Das ist der Punkt, an dem Sie die Hilfe Ihres/Ihrer Geburtspartners/Geburtspartnerin brauchen. Er oder sie kann Ihre regelmäßige Atmung unterstützen, indem er/sie mit Ihnen zusammen atmet. Er/sie sollte Augenkontakt mit Ihnen haben, Ihre Hände halten oder die Hände auf Ihre Schultern legen - aber bitte nicht schwer! Wenn das nicht geht, reicht es, wenn der Partner seinen Atem hörbar macht. Das ist auch von Vorteil, weil Sie ja am besten auch laut atmen sollen. Wenn Ihre Atmung zu schnell geht, muss Ihr Partner auch den Rhythmus in Form einer längeren Ausatmung vormachen.

von Invidia / 13.04.2009 14:42

Antwort


Atmen und Schieben (Pressen)


In der letzten Wehenphase (auch Austreibungsphase) werden Sie Ihr Baby in die Welt hinausschieben. Viele Frauen neigen dazu, dabei den Atem anzuhalten. Das ist in Ordnung, solange Sie nach unten zwischen Ihre Beine schieben und nicht in den hinteren Teil Ihrer Kehle. Das passiert aber nicht, wenn der Pressdrang von alleine kommt und nicht von Geburtshelfern diktiert wird.

Es wird aber besser sein, wenn Sie tief einatmen, sobald die Wehe beginnt, und dann beim Drücken langsam ausatmen - mit einem ffffff: Das entlastet den Damm. Auf diese Weise entlasten Sie auch Ihre Kehle und behalten einen gesunden Atemrhythmus bei, was wiederum das Pressen effektiver macht. Falls Sie eine Epiduralanästhesie bekommen haben, spüren Sie nicht genau, wann Sie mitschieben müssen. Atmen Sie in diesem Fall tief ein, wenn Ihre Hebamme sagt, dass eine Wehe im Anmarsch ist. Lassen Sie Ihre Gedanken beim Ausatmen den Körper entlang nach unten wandern, und wenn Sie beim Kopf des Babys zwischen Ihren Beinen angelangt sind, müssen Sie fest mitdrücken.

Manche Frauen werden angewiesen, die Luft anzuhalten und so lange wie möglich zu pressen. Das ist keine gute Idee. Sie entziehen sich selbst und Ihrem Baby dadurch Sauerstoff und werden schneller erschöpft sein. Pressen Sie während einer Kontraktion so oft, wie es Ihnen richtig erscheint. Vier oder fünf Mal pro Wehe sind in etwa genug.

von Invidia / 13.04.2009 14:43

Antwort


Atmen ohne Pressen

Manchmal verspüren Frauen den Drang, schon zu pressen, bevor der Muttermund vollständig geweitet ist. In einem solchen Fall wird Ihre Hebamme Sie anweisen, das zu unterlassen, um Ihrem Muttermund Zeit zu geben, sich zu öffnen. Das kann extrem schwierig sein! Versuchen Sie Folgendes: Gehen Sie auf alle Viere, strecken Sie dabei den Hintern in die Luft und legen Sie Ihre Wange auf dem Boden ab. Atmen Sie viermal kurz aus, wenn eine Wehe einsetzt, dann atmen Sie einmal schnell ein, anschließend wieder viermal kurz aus und so weiter. Vielleicht hilft es auch, wenn Sie beim Ausatmen den Satz "Ich darf nicht pressen" im Kopf wiederholen. Atmen Sie zwischen den Wehen wieder normal.


Falls ihr andere Informationen habt, raus damit :-)

von Invidia / 13.04.2009 14:45

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Falls ihr Informationen zum Thema Dammmassage braucht, kann ich euch per E-Mail zusenden. Sind auch mit gezeichneten Bildern. Ist wirklich gut zu verstehen. Kann ich hier aber nicht reinsetzen, wenn nur den Text.

Liebe Grüße Nina (immer noch mit wehen aber nicht stark genung *AUGENZUMHIMMELROLL* )

von Invidia / 13.04.2009 14:50

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hey invidia, find die idee mit diesem forum klasse!

mensch, dein kleiner lässt dich aber auch zappeln - stell es mir so nervenaufreibend vor, ständig wehen zu haben, aber nie stark genug, als dass es langsam losgehen könnte. und dennoch kann auch der moment jederzeit da sein .... wünsch dir weiterhin ganz viel stärke!

also, ich hätte da auch n paar tipps:

- um zu überprüfen, wie effektiv es einem gelingt, durch die richtige atmung den wehenschmerz zu lindern, folgende position einnehmen: rücken an die wand, schultern liegen wie der rest des rückens bis zum becken zwar fest an der wand an, dürfen aber nicht verkrampft sein (locker lassen!) beine stehen hüftbreit auseinander, füße ein stück von der wand entfernt, dann geht man etwas in die knie und hält diese position. wer dabei nichts spürt nach einiger zeit, sollte tiefer in die knie gehen. sobald der schmerz in den oberschenkeln losgeht, "beginnt die wehe". dann probiert man seine atemtechnik. 60 sek. durchhalten, dann entspannen. nach einer "wehenpause" von ca. 2-3 Minuten wiederholen. vielleicht andere atemtechnik während der "wehe" ausprobieren. sooft wiederholen wie möglich! man stellt fest, dass einem die verschiedenen techniken zur atmung mit der zeit in fleisch und blut übergehen, dass man sie unter schmerz automatisch anwendet. und es ist wirklich so: macht man die übung ohne sich auf eine bestimmte atmung zu konzentrieren, dann tut es echt höllisch weh in den beinen, es ist kaum auszuhalten, vor allem nicht mehrmals nacheinander. konzentriert man sich aber total auf die atmung - egal welche technik man auch bevorzugt - geht die konzentration weg vom schmerz an sich und es ist wirklich viel viel besser auszuhalten. es wird sogar im gegenteil von übung zu übung leichter, weil man lernt, sich immer tiefer auf die eigene atmung einzulassen - wie bei meditation oder yoga oder so.

von sabkai / 14.04.2009 15:22

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atemtechniken:

bei allen möglichkeiten ist es wichtig, dass man so tief wie möglich ein- und natürlich auch wieder ausatmet: also beim einatmen die luft erst ganz tief "in den bauch schicken" und dann erst weiter nach ober in den brustkorb. sonst kommt in den unteren bereichen der lunge nie richtig luft an, die atmung wird schnell zu flach. ich konzentrier mich z.b. darauf, dass sich beim tiefen einatmen zuerst mein bauch hervorwölbt bevor es der brustkorb tut. so kann ich sicher sein, auch wirklich tief genug geatmet zu haben. genauso sollte man auch beim ausatmen ganz genau hinspüren - am besten sogar ein a ein o oder ein u dabei tönen. je lauter man das herausstönt ehrlich gesagt desdo besser - fühlt sich, wenn man die hemmschwelle erstmal los ist, total befreiend an.

1. eigenen zählrhythmus herausfinden: prüfen, bis zu welcher zahl man zählen kann, wenn man richtig tief einatmet - genauso beim ausatmen. bei mir z.B. ist es beim einatmen die 8, beim ausatmen die 10. kann ruhig bei jedem unterschiedlich sein, hauptsache der zählrhythmus passt zur eigenen individuellen, aber tiefen und bewussten atmung. man zählt sich dann beim atmen immer wieder und wieder in gedanken diese zahlen vor - so kann man gar nicht aus dem takt kommen. besser ist noch, wenn der partner den zählrhythmus der frau kennt, dann kann er der frau auch die ganze zeit während der wehe "vorzählen" wie sie zu atmen hat.

2. motivierende sätze finden: man findet für sich einen festen einatmen-satz, genauso wie einen festen ausatmen-satz. das könnten - nur als beispiel - beim einatmen sein: "jede wehe bringt mich näher an mein kind" und beim ausatmen: "ich bin stark, ich schaffe das" . wichtig ist, wenn es funktionieren soll, dass die sätze für einen selbst passen, so absurd der inhalt auch sein mag. hauptsache man kann sich voll und ganz in diese sätze einlassen. auch hierbei kann der partner helfen: wenn er die sätze kennt, dann spricht er sie der frau eben immer wieder abwechselnd vor - so kann frau auch nicht aus dem takt kommen, da sie ja weiß, bei welchen worten es einatmen und bei welchen es ausatmen heißt.

3. es klappt auch mit den einfachen worten "einatmen" und "ausatmen". wichtig ist, dass frau sich diese worte selbst in gedanken in immer dem selben langsamen rhythmus vorspricht, damit die atmung sich dem entsprechend anpassen kann. Kann natürlich auch wieder der Partner übernehmen.

4. farben vorstellen: man kann auch mit visueller vorstellung arbeiten, wenn einem das liegt. man sucht sich etwa die farbe blau aus fürs eintamen und z.B. rot fürs ausatmen. atmet man jetzt langsam ein, stellt man sich immer das selbe einstudierte bild vor, wie etwa die luft als blaue farbe durch die nasenlöcher flutet, die luftröhre hinunter, wie das blau erst den ganzen bauch erfüllt, sich rund um das kind legt und es versorgt, bis schließlich auch der ganze brustkorb voll frischem blau ist. dann beginnt man langsam auszuatmen und stellt sich z.B. vor wie die luft nun als rote farbe, allmählich durch den mund entweicht, wie das rot sich nach und nach aus dem bauch entfernt, das kind freigibt, die lungen wieder hinaufsteigt bis durch die luftröhre nach oben. wenn es einem liegt, kann diese technik wie bei einer meditation unheimlich beruhigend wirken.

5. kombinationen: im grunde gibt es noch zahlreiche andere möglichleiten, die einem helfen, sich richtig auf eine gleichmäßige und tiefe atmung einzulassen, unter der man die konzentration vom schmerz ablenken und voll auf den individuellen atemrhythmus lenken kann. aber die bisher genannten erschienen mir persönlich am effektivsten - klappen bei mir selbst auch am besten. natürlich kann man die möglichkeiten auch frei untereinander kombinieren, also z.B. beim einatmen zählen und sich eine farbe vorstellen und beim ausatmen einen satz denken. usw.... Hilfreich soll sein, wenn man ein paar "taktiken" eingeübt hat, so dass sie einem in fleisch und blut übergegangen sind. dann kann man in verschiedenen situationen auch verschiedene alternativen abrufen - wer weiß, was einem in welchem moment am besten hilft eine wehe zu überstehen. deshalb sollte auch der mann die techniken kennen, die frau bevorzugt, so kann er vor- bzw. mitmachen.

von sabkai / 14.04.2009 16:02

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bewusst entspannen:

wichtig ist, dass der muttermund bei der geburt weich und offen ist - genauso wie der gesamte beckenboden. einige dinge helfen, den beckenboden "zu öffnen" und den muttermund "weich zu halten". natürlich sind das zum teil übungen im vorfeld, damit man lernt den beckenboden überhaupt einmal richtig zu erspüren. dann kann man auch unter der geburt besser locker lassen als zu verschließen. Ansonsten helfen ganz simple dinge: beine öffnen/spreizen; körper insgesamt "durchhängen" lassen; d.h. rücken rund machen, schultern und arme locker hängen lassen, bauch hängen lassen (besonders in aufrechten positionen gut möglich), kopf hängen lassen; besonders stellen, die zu verspannungen neigen, wie nacken, schultern, lendenbereich, etc. vom partner massieren oder "klopfen" lassen; beine nicht durchdrücken, auch nicht beim stehen; hüften locker kreisen; po entspannt lassen und gelegentlich "ausschütteln" bzw. vom partner "ausschütteln lassen"; trotz aller schmerzen gesichtsmuskulatur locker lassen, also stirn nicht in falten legen, nase nicht kraus ziehen und (ganz wichtig!) mund und lippen nicht schließen, zusammenpressen oder ähnliches (mund ist quasi das gegenstück zu unserer vagina, versperrt sich der mund/die lippen, macht auch unsere vagina "dicht"), also auch besonders drauf achten, dass mund und lippen nicht trocken werden (lippenbalsam, trinken, eiswürfel wenn man nicht mehr trinken darf, etc).
hier ist auch besonders der partner gefragt, er sollte diese sachen wissen, damit er seiner frau helfen kann, diese sachen umzusetzen.

von sabkai / 14.04.2009 16:23

Antwort


@ sabkai: Diese Vorschläge finde ich wirklich gut. Werde sie gleich mal ausprobieren.

Liebe Grüße Nina

von Invidia / 14.04.2009 18:26

Antwort


find deine auch total hilfreich, grad auch die hinweise zu den presswehen, danke nochmal! viel erfolg beim ausprobieren.

alles liebe, sabrina

von sabkai / 14.04.2009 21:11

Antwort


Angeblich kann man doch was gegen Schwangerschaftsstreifen machen!!!! Habe einen Artikel gefunden.

Mesotherapie:

Mesotherapie ist eine Behandlungsmethode, an der Grenze zwischen Schulmedizin und Naturheilkunde, nämlich eine Verbindung von Neuraltherapie, Akupunktur und sanfter Arzneimitteltherapie.
Dabei werden Mischungen von Medikamenten in sehr geringer Dosis gezielt in und unter die Haut gespritzt. Da aufgrund der besonderen Spritztechnik nur sehr geringe Medikamentenmengen notwendig sind, entfallen die üblichen Nebenwirkungen von schulmedizinischen Arzneimitteln.
Diese Therapie kann man bei verschiedenen Problemen einsetzen, u.a. auch bei Schwangerschaftsstreifen.

MesoStriae:

Viele Schwangere leiden darunter: rötliche oder bläuliche Streifen der Haut v.a. an Bauch, Brust und Oberschenkel. Ursache ist eine verminderte Widerstandsfestigkeit der elastischen Fasern unter dem Einfluss der Schwangerschaftshormone. Um die starke Dehnung des Bauches und der Brüste in der Schwangerschaft zuzulassen, lockert sich das Bindegewebe. Die Streifen bilden sich später zu mehr oder weniger breiten, grauweißen Narben zurück, verschwinden aber niemals ganz.
Bei MesoStriae werden nach der Entbindung, auch während der Stillzeit, mit kleinsten Nadeln Substanzen in das überdehnte Gewebe gegeben. Diese fördern die Gewebereparatur und Durchblutung - die Streifen werden deutlich schmaler und feiner.
Bei noch frischen (=geröteten) Streifen werden die besten Erfolge erzielt, übrigens auch bei Dehnungsstreifen, die während der Pubertät oder bei rascher Gewichtszunahme entstehen.

Bei Wiki steht da auch etwas drüber.

von Invidia / 16.04.2009 08:46

Antwort


Na das ist ja was für mich! Da ich mich ja jetzt so verschrumpelt fühle ;-)
Werde gleich mal nachschauen!

LG

von Nikan / 16.04.2009 22:36

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