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Der geplante Kaiserschnitt ist zunehmend für viele Frauen eine Alternative zur Spontangeburt. Die Gründe dafür sind
vielfältig und müssen an dieser Stelle nicht diskutiert werden. Eine solche Entscheidung ist meist gut bedacht und bedarf trotz der vorherrschenden ärztlichen und technischen Tätigkeit doch auch die der Hebamme. In meinem Fall als Beleghebamme, ist es mir möglich Sie von Anfang an persönlich vorzubereiten und zu begleiten. Am großen Tag nehme ich Sie am Kreißsaal in Empfang. Wir kontrollieren Ihre Vitalwerte, legen einen venösen Zugang, schreiben ein CTG nach einem Ultraschall. Ich kleide Sie ein und wir warten gemeinsam auf unseren Aufruf. Durch meine Position sollte es uns möglich sein in der OP Reihenfolge ganz vorne zu stehen, was ein manchmal stundenlanges nervenzerreißendes Warten vermeiden hilft. Die meisten Frauen entscheiden sich für eine Lokale Betäubung, bei der auch der Partner im OP anwesend sein kann. Bei einer Vollnarkose geht das leider nicht. Aber da ich mit dem Baby dann sofort aus dem OP herauskomme, ist der Vater ja gleich dabei.
Ich bereite vorher einen Kreißsaal für uns vor, wo der Partner sich umkleiden und warten kann, während ich Ihnen auf dem OP Tisch beim Legen der Spinal-Anästhesie Halt gebe. Ist der Anästhesist zufrieden mit seiner Arbeit, wird der Vorhang aufgehängt und der Partner kann dazukommen. Die Geburt des Kindes geht nun sehr zügig, es wird mir in die Arme gegeben, ich checke es schnell durch und reiche es der Frau. Dort darf es eine Weile bleiben, bis ich es in die Wärme des Kreißsaals holen und untersuchen muss. Aber dabei halte ich mich kurz, wenn ich keine Anpassungsstörungen beim Baby entdecken kann, was bei einem Kaiserschnitt ohne Notfall auch sehr selten ist. Nun kann das Kind bei den Eltern bleiben bis die Operateure das Zeichen zum Finale geben. Während bei einem Routine Kaiserschnitt die Mutter von Vater und Kind getrennt wird, diese schon im Kindersaal sind und Daten erhoben werden, weil die Hebamme inzwischen anderswo tätig ist, werden wir uns in unserem Fall Zeit lassen. Ohne die Mutter wird weder gewogen noch gebadet. Sie kommt vom OP Tisch in ihr Bett und zu mir in den vorbereiteten Raum. Dort kann sie das nackte Kind begutachten, beschmusen, erst dann messen, wiegen wir es und kleiden es an. Stillen, genießen und Familie informieren, oder empfangen, je nach Bedarf, ist nun 2 Std. lang möglich. Wenn ich mit allen medizinischen Vorgängen zufrieden bin, können alle auf die Station verlegt werden. Manchmal ist es dann Zeit das Baby kurz im Kindersaal vorzustellen, oder vom Kinderarzt untersuchen zu lassen. Da muss die Mutter einen Moment verzichten, da sie durch die Betäubung zwar noch schmerzfrei, allerdings auch unbeweglich ist. Statt dessen kann der Partner diesen Abschnitt seines Kindes begleiten und es danach im Babybettchen ins Zimmer fahren. Für mich ist es dann Zeit vorläufig Abschied zu nehmen und erst am nächsten Tag, und den folgenden danach,zur Visite zu erscheinen.
  • Hebamme Claudia Jaekel


Claudia Jaekel
Sybelstr. 1a
40239 Düsseldorf
Tel.: 0211-620741
Fax.: 0211-64120201

E-Mail: Hebamme.ClaudiaJaekel@t-online.de

Homepage: http://www.hebamme-jaekel....

Derzeitige Tätigkeit(en):
Ich habe eine eigene Praxis für die Vorsorge und Gespräche, mit einer Spielecke für Geschwisterkinder, die natürlich gern gesehen sind.
Meine Arbeit erstreckt sich also auf die Praxis, die Nachsorge und zunehmend auf die Begleitung der Wunsch-Sectio.
Über mich:
Ich bin seit über 30 Jahren Hebamme, Examen in Wuppertal abgelegt, habe drei eigene Kinder großgezogen und wohne zentral in Düsseldorf.



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