27766 Hebammenantworten zu Schwangerschaft, Geburt & Baby


Themenbereich: Geburtsvorbereitung

"Ich möchte im Geburtshaus entbinden, meine Schwangerschaft ..."

Frage:

Ich möchte im Geburtshaus entbinden, meine Schwangerschaft verläuft bisher Komplikationslos (20. Woche). Mein Mann hat aber seine Bedenken, da es sich um unser erstes Kind handelt. Er möchte gerne wissen, was es während und nach der Geburt für Komplikationen geben kann, und welche Mittel die Hebammen in einem solchen Fall haben?! Weiter macht er sich Sorgen um Kräfte- und Kreislaufprobleme bei der Geburt. Nun meine Frage: Wie früh kann man feststellen, bzw. wie lange hat man Zeit für eine Verlegung in die nächste Klinik? Ich muß noch dazu sagen, daß ich zuversichtlich bin und keine Angst habe, was die Geburt betrifft, ich möchte aber natürlich, daß mein Mann ebenfalls
sorgenfrei mit zur Geburt gehen kann.

Antwort:

Es gibt natürlich eine Liste, was alles unter der Geburt und danach passieren kann, aber es würde den Rahmen sprengen, wenn ich Ihnen das alles aufzählen würde. Gegen vieles sind Geburtshäuser gewappnet, aber nicht alle gegen alles. Das heißt das sinnvollste wäre, wenn Sie sich ein Geburtshaus
in Ihrer Nähe heraussuchen würden und dort einen Termin vereinbaren, um diese Fragen zu besprechen. Ich selbst arbeite in einem Geburtshaus und weiß daher, wie unterschiedlich die verschiedenen Häuser arbeiten. Auch liegen die Geburtshäuser an ganz unterschiedlichen Orten, von denen es abhängt, wie
schnell man eine Frau im Notfall ins Krankenhaus verlegen kann. Auch Schmerzmittelgabe wird z.B. sehr unterschiedlich gehandhabt. Manche Häuser bieten im Bedarfsfall welche an und manche verlegen bei Schmerzmittelwunsch. Wenn Sie unter der Geburt sind kann es sein, daß es ganz plötzlich zu einem Notfall mit Notfall-Verlegung ins Krankenhaus kommt, oder daß sich langsam ein Problem wie z.B. eine mütterliche Infektion anbahnt, welches eine Hebamme feststellen kann.Hebammen sind kompetentes Fachpersonal und können normale Geburten eigenständig leiten (z.B. Hausgeburt!), sie sind aber auch dazu verplichtet bei Bedarf einen Arzt einzuschalten, wenn etwas nicht nornal zu verlaufen
scheint. Sie sollten unbedingt gemeinsam einen Termin zu einer Geburtshaus-Besichtigung mit Gespräch vereinbaren und können danach sehen, ob sich die Zweifel/Ängste Ihres Partners halten.

10.12.1999

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