Themenbereich: Schlafen

"nächtliches aufwachen + spielen mit 10,5 M."

Anonym

Frage vom 15.06.2001

Sehr geehrtes Hebammenteam, unsere Tochter (10 1/2 Monate) hat eigentlich immer nachts recht gut geschlafen. Seit 14 Tagen jedoch fängt sie an zu weinen. Wenn ich zu ihr gehe, läßt sie sich nicht beruhigen, nimmt ihren Schnuller nicht, wirft sich hin und her und weint bis sie wach ist. Dann weint sie bis ich sie hochnehme oder hinsetze. Sie ist dann quietschvergnügt, lacht, brabbelt, spielt und zappelt mit Händen und Beinen. Steckt also praktisch voller Energie. Lege ich sie hin, weint sie und will nicht mehr schlafen. Trinken möchte sie meist auch nicht, oder sie trinkt etwas Tee, schläft aber trotzdem nicht wieder ein. Die Zähne scheinen es auch nicht zu sein, denn wenn ich ihr was auf´s Zahnfleisch gebe, ändert dies nichts, obwohl sie sich sonst sofort beruhigt. Es wirkt bei ihr wirklich gut. Das Ganze kann dann 1 - 4 Stunden dauern. Anfangs kam es vielleicht einmal im Monat vor, dann alle paar Nächte, jetzt fast jede Nacht und manchmal auch zweimal. Was kann ich tun? Ich weiß keinen Rat mehr. Vielen Dank im voraus. Mit freundlichen Grüßen

Anonym

Antwort vom 20.06.2001

Ich kann hierzu auch nur Vermutungen anstellen- bei großer Unsicherheit scheuen Sie sich bitte nicht, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Zur Beschreibung des Zustandes Ihrer Tochter bis dahin, wo sie dann wach wird, paßt das Ereignis des Nachtschreck. Hier liegt die Ursache in einer noch nicht abgeschlossenen Reifung des Schlafablaufs. Das Kind fängt plötzlich nach 1-4 Stunden nach dem Einschlafen an zu schreien. Meist läßt es sich nicht anfassen, erst recht nicht beruhigen. Es scheint Sie nicht zu erkennen. So plötzlich wie es begonnen hat, hört es auch wieder auf und das Kind schläft in der Regel schnell wieder ein, oft ohne vorher vollständig wach geworden zu sein. Sie können am Besten helfen, indem Sie nichts tun. Wenn Ihr Kind sich nicht beruhigen lassen will, ziehen Sie sich zurück und warten ab. Wecken Sie es nicht auf und fragen Sie es am nächsten Tag nicht aus. Der zweite Teil Ihrer Beschreibung- also nach dem Aufwachen, daß evtl. darauf zurückzuführen ist, daß Sie Ihre Tochter während dieses Geschehens nicht in Ruhe lassen und damit eben aufwecken(was natürlich nicht in <böser>Absicht geschieht)- könnte es sich dann jedoch um eine Art Spiel handeln, in dem Ihre Tochter bestimmen möchte, ein Machtkampf also um das Einschlafen. Hier wäre konsequentes und bestimmtes Handeln erforderlich, in welchem Rahmen Sie dies gestalten möchten. Sorgen Sie für einen regelmäßigen Tagesablauf. Das Problem des Nachtschrecks löst sich mit der Zeit von selbst.
Mit freundlichen Grüßen

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