Themenbereich: Stillen allgemein

"Kein Stillrhythmus, 8,5 Wochen"

Anonym

Frage vom 10.05.2001

Ich brauche jetzt nochmals Ihren Rat! Mein 8 1/2 Wochen alter Sohn, wird voll gestillt. Nun haben wir seit einiger Zeit das Problem, so gar keine Rhythmus zu finden. Er kommt immer noch alle 2 Stunden, nur an manchen Tagen zwischen 3 und 4 Stunden. Er tut auch immer total verhungert, aber dann trinkt er nur 5 Minuten und ist zu keinem Weitermachen mehr zu bewegen, weil er entweder einschläft oder vor lauter Umherschauen keine Zeit zum trinken findet. Seit ca. 1 Woche ist er auch ständig am Lutschen, wofür er bevorzugt seine Hand oder unsere T-Shirts benutzt. Ich weiß, dass er vor kurzem einen Wachstumsschub hatte, aber irgendwann muss sich das doch wieder geben, oder? Falle die Zähne einschießen sollte, wie kann ich ihm jetzt helfen? Er kann ja mit einem Beißring noch nichts anfangen.
Vielen Dank für Ihre Hilfe!

Anonym

Antwort vom 14.05.2001

Zunächst einmal sollten Sie sich an einen guten Homöopathen wenden, der Sie wegen einer homöopathischen Arznei zur Schmerzlinderung beim Einschießen der Zähne beraten sollte. Es gibt zwar ein Komplexmittel (Osanit) welches vielen Kindern auch bei den Zahnungsschmerzen helfen kann, aber da es bei der Homöopathie immer sehr viele Feinheiten zu beachten gilt, ist es meines Erachtens nach sinnvoll sich hierzu beraten zu lassen, um aus der Vielzahl von Arzneien bei Zahnungsproblemen (Osanit, Chamomilla, etc.) die richtige herauszufinden.
Das häufige Trinken Ihres Sohnes kann natürlich noch von dem Wachstumsschub herrühren, es ist aber auch möglich, dass er wegen des warmen Wetters vermehrt Durst hat und daher viele kleinere Mahlzeiten haben möchte um seinen Durst zu stillen. (Bei dem Stillen kommt immer zunächst die durstlöschende Milch und erst nach einigen Minuten die fette, sattmachende Milch.) Sie können natürlich versuchen die Stillpausen etwas zu strecken, indem Sie dem Kleinen Tee anbieten, dies ist jedoch nur notwendig, wenn es wirklich sehr heiß ist oder Ihr Sohn wegen aus anderen Gründen mehr Flüssigkeit benötigt, als Sie es über die Muttermilch geben können. Falls sich der Stillrhythmus allerdings nicht auf längere Zeiten einpendeln sollte, wenden Sie sich bitte an Ihre Hebamme, eine Stillberaterin oder auch an eine Stillgruppe in Ihrer Nähe (Adressen finden Sie z.B. unter www.asf.de, der Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen, oder unter www.lalecheliga.de).

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