Themenbereich: angeborene Besonderheiten

"Vorhaut-Verengung"

Anonym

Frage vom 21.05.2001

Liebes Hebammenteam - Letzten Dienstag war ich mit meinem 7 Monate alten Sohn zur U5. Dort wies uns die Kinderärztin an, dem Kleinen regelmäßig die Vorhaut zurückzuschieben - jedes Mal ein Stückchen weiter. Und sie machte es uns auch direkt vor! (Mein Mann beobachtete dies verständlicherweise mit Grausen).
Außerdem stellte sie fest, daß die Vorhaut wohl sehr eng sei.
Jetzt bin ich in der Zwickmühle, da ich schon häufiger gelesen habe daß man an der Vorhaut nicht herumschieben soll. Mein Verstand sagt mir, daß mein Sohn die Sache über kurz oder lang selbst in die Hand nehmen wird.
Was soll ich tun? Auf die Kinderärztin hören, oder der Natur ihren Lauf lassen? Und kann man eine Vorhautverengung in diesem Alter überhaupt schon feststellen?
Vielen Dank für Ihre Antwort!

Anonym

Antwort vom 22.05.2001

Ein Phimose (Vorhautverengung) ist recht selten. Die Vorhaut ist beim Neugeborenen nur in den wenigsten Fällen zurückziehbar, da das innere Vorhautblatt mit der Eichel noch fest verwachsen ist. Daher sollte man auch keine diesbezüglichen Versuche unternehmen, da es sonst zu Einrissen und Verletzungen kommen kann. Erst im Schulalter ist bei den meisten Knaben die Vorhaut ganz zurückziehbar. Eine echte Phimose, die operiert werden muß, liegt dann vor, wenn das Kind nicht im Strahl urinieren kann.
Mit freundlichen Grüßen

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