Themenbereich: Babyernährung allgemein

"Salz in Babygläschen"

Anonym

Frage vom 29.05.2001

Mein Sohn ist 6 1/2 Monate und ich füttere seit 3 Wochen zu. Derzeit bekommt er Karotten mit Kartoffel aus dem Gläschen. Als nächstes steht Fleisch an, doch ich bin etwas verunsichert. Ich habe gelesen, daß Babies kein Salz benötigen. Alete, Hipp etc. produzieren Gläschen mit jodiertem Speisesalz und berufen sich darauf, daß es von der DGE empfohlen wird, daß Nahrung nicht völlig natriumfrei ist. Meine Ärztin meint auch, daß das Salz in den Gläschen i.O. wäre, da die Babies ja auch schwitzen. Ich würde gerne eine weitere Meinung zu diesem Thema hören. Sind die Gläschen von z.B. Alete empfehlenswert oder sind die salzfreien aus dem Reformhaus doch besser?
Desweiteren möchte ich gern wissen wie oft in der Woche Fleisch gegeben werden soll und ob man besser bei einigen wenigen Gemüsesorten bleibt oder doch Vielfalt anbietet?
Vielen Dank im Voraus!

Anonym

Antwort vom 31.05.2001

-Leider gibt es in der Tat nur sehr wenige Gläschen die ohne Salz auskommen. Während das Forschungsinstitut für Kinderernährung in Dortmund (www.fke-do.de) und auch die meisten Ernährungsberater von Salz in der Babynahrung abraten, fügen die meisten Firmen Jodsalz der Babynahrung zu. Vielleicht fragen Sie hierzu nochmals direkt bei dem Forschungsinstitut für Kinderernährung nach, die sind immer auf dem neusten Stand und können Ihnen hier sicherlich weiterhelfen. Bei der Zusammensetzung der Brei sollten nicht mehr als vier Lebensmittel zugegeben werden: zum einen eine Gemüsesorte (Karotten, Blumenkohl, Fenchel, etc.) entweder Kartoffel, Nudeln oder Reis, und natürlich etwa 10 g Fett (Pflanzenöl oder Butter) um die fettlöslichen Vitamine aufzunehmen und dem Körper die notwendigen Fettsäuren zur Verfügung zu stellen. Über die Gabe von Fleisch gibt es sehr unterschiedliche Meinungen: die einen sagen, dass Kinder bei einer vollwertigen und ausgewogenen Ernährung auch vegetarisch ernährt werden können. Das Forschungsinstitut für Kinderernährung empfiehlt jedoch pro Tag 20 Gramm Fleisch für Säuglinge. Grundsätzlich gilt allerdings bei der Babynahrung, dass die Rezeptur für die Babynahrung möglichst einfach sein sollte, damit das Kind die einzelnen Geschmacksrichtungen ausprobieren und kennen lernen kann. Daher möchte ich Ihnen empfehlen nur z.B. wochenweise das Gemüse zu wechseln. Vielleicht interessiert Sie zu diesem Thema die Broschüre des Forschungsinstitutes für Kinderernährung in Dortmund (www.fke-do.de): "Ernährung für Säuglinge".

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