Themenbereich: Rückbildung

"Abnehmen nach der Geburt"

Anonym

Frage vom 08.06.2001

Hallo, ich stille seit der Geburt, was bis auf manchmal schmerzenden Brustwarzen auch ganz gut klappt, unser Moritz hat seit der Geburt schon 1,2 kg zugenommen.
Frage:
Ich hab insg. in der SW ca. 18 kg. zugenommen und hb jetzt immernoch ca. 10 kg mehr als vorher, da ich aber genauso esse wie vorher nur durchs Stillen wesentlich mehr trinke jetzt ca. 2-3L und vor allem Nachts nach dem Stillen einfach ein Stückl Schokolade brauche, hab schon weggelassen kontt nichtmehr schlafen; nun meine Frage.
Normalisiert sich das Gewicht von alleine wieder oder erst wenn man nicht mehr stillt ???
Ich hab festgestellt, das ich noch ziémlich viel Wasser in den Beinen habe - hängt das mit dem Stillen zusammen - soll man entwässern???
Was kann man tun um zur alten Figur zurückzufinden - hilft auch viel Spazierengehn ???

Danke für Euere Antwort - Liebe Grüße

Anonym

Antwort vom 18.06.2001

Stillen ist für den Körper eine große Leistung und es bedarf viel Energie. Es ist also unbedingt zu vermeiden, daß Sie während der Stillzeit eine fettreduzierende Diät machen, da außerdem durch den vermehrten Abbau von Fett eingelagerte Giftstoffe und Stoffwechselendprodukte ausgeschieden werden, die auch in der Muttermilch zu finden sind. Während der Stillzeit sollten Sie sich wie während der Schwangerschaft ernähren- viel frisches Gemüse, Obst, Getreide,Fisch, auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten, regelmäßig einmal pro Tag ein paar Nüsse in Form von Mandeln oder Paranüssen oder auch anderen zu sich nehmen, das tierische Eiweiß reduzieren, Fett reduzieren, ballaststoffreich essen und auch auf die Qualität der Nahrung achten in Form von möglichst vollwertiger Ernährung. Das überschüssige Fett, daß sich während der Schwangerschaft angesammelt hat, werden Sie erst später- nach der Stillzeit-, wenn auch Ihr Körper sich dann wieder hormonell umgestellt hat, gezielt abtrainieren können. Während der Stillzeit normalisiert sich das Gewicht relativ gesehen im Vergleich zur Schwangerschaft und dem veränderten Energieumsatz-und-verbrauch, d.h., es kann auch ein weniger an Gewicht werden. Die Wasseransammlung im Gewebe braucht seine Zeit und verringert durch ausgeschieden werden auch das Gewicht. Die Menge an Wasseransammlung kann ich leider auf diesem Wege nicht beurteilen. Sie sollte sich jedoch in Maßen halten und im Vergleich zum Ende der Schwangerschaft bereits deutlich verringert haben. Hierzu können Sie sich nochmals mit Ihrem Frauenarzt besprechen. Grundsätzlich kann sich diese Umstellung bis ans Ende des Wochenbettes hinziehen-also bis zu zwei Monaten nach der Geburt. Sie könnten regelmäßig Gurken zu sich nehmen, welche eine ausscheidende Wirkung haben. Regelrecht Entwässern ist als Therapie nur dann angebracht, wenn die Wasseransammlungen über ein Normalmaß hinaus bestehen bleiben und dadurch eine Beeinträchtigung für Körperhaushalt darstellen. Spazierengehen ist auf alle Fälle sinnvoll, da Sie dies gut mit Ihrem Neugeborenen tun können, frische Luft regt den Stoffwechsel an, der venöse Rückfluß in den Beinen ist durch Bewegung gegeben, und auch eine volle Atmung hat hier positiven Einfluß. Sie sollten bitte regelmäßig die Ihnen bereits bekannten Rückbildungsübungen machen und können dann, nach zwei Monaten, an einem Rückbildungskurs teilnehmen. Hier wird erst die Festigkeit des Beckenbodens wiederhergestellt um dann, wenn dieser wieder funktionstüchtig ist, mit den Bauchmuskeln weiterzumachen. Es sollte auch erst dann, wenn der Beckenboden wieder seine Form und Elastizität zurückerhalten hat, begonnen werden mit z.B. Tennis spielen, joggen oder auch Fitness im Fitness Studio z.B.. Ganz unter uns gesagt, die ganz <alte> Form werden Sie wahrscheinlich nicht wieder erlangen können, aber die Figur können Sie auf alle Fälle wiedererlangen, als auch gezielt trainieren, um die Muskeln aufzubauen und Fett abzubauen- das Ziel dabei ist, daß Sie sich in Ihrem Körper wieder wohl fühlen!
Mit freundlichen Grüßen

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