Themenbereich: Babyernährung allgemein

"feste Nahrung (vom Mittagstisch) mit 7 Monaten?"

Anonym

Frage vom 11.06.2001

Liebes Helferteam!
Ich habe eigentlich eine nicht sehr "brisante" Frage: Unsere Viana (7Mon.)
ist mangels ausreichender
Milchquote (erst wurde ich
zerbissen, weil nix kam, dann habe ich exzessiv abgepumpt: pro Sitzung aus
beiden Quellen nach ca. 10
min. gerade mal max. 20ml)
ein Flaschenkind, wie ihre
große Schwester Cina (4)
auch (selbe Prozedur). Ich
habe nun seit geraumer Zeit
den Wunsch zuzufüttern. Viana mag aber alles breiartige nicht, es müssen
immer Stück sein. Kann ich
ihr entspr. Nahrung schon
zumuten? Sie ißt bereits
Butterbrot, Leberwurst-brot, Käsebrot, Reis, Nudeln in kleinen Mengen und kleinen Stücken. Auch
Gläschenkost für 12mon. ißt
sie, weil es Stücke sind.
Kann ich da etwas falschmachen? Darf sie kleine Portionen von unserem Essen schon probieren? Gibt es etwas,
was sie keinenfalls darf?
(z.B.Honig) Ich habe zwar
etwas Heuschnupfen und Hausstauballergie, aber nur
gering, (wer hat das heutzutage nicht)und sonst
gibt es bei uns (auch bei
der großen Schwester) keine
Allergien. Ab wann darf sie
auch mal Kuhmilch?
Noch eine wichtige Frage:
sie findet es furchtbar
lustig mit vollem Mund (aber auch ohne Essen) die
Zunge ein Stückchen rauszu-
stecken und zu "sprühen".
Ein ernstes NEIN, sowie sofortiger Fütterungsstop
oder wegdrehen des Kinderstuhls vom Eßtisch
beeindrucken sie nicht. Habe es auch schon mit kurzem "Anbrüllen" versucht, sie hat mich, wie
bei allen anderen Versuchen, nur angestrahlt
und sich tierisch gefreut über die tolle Reaktion...
Gibt sich das irgendwann oder haben Sie ein "Patent-
rezept gegen Sprühkinder",
daß ich ausprobieren könnte. Ich bin es langsam
leid, ständig angesprüht
zu werden, auch mit Spucke!
VIELEN DANK FÜR IHRE HILFE
IM VORAUS!

Anonym

Antwort vom 13.06.2001

Wenn Ihre Tochter schon in der Lage ist diese Nahrung schon richtig zu zerkleinern und einzuspeicheln, besteht meines Erachtens nach keine Einschränkung. Nur bei einem ungenügenden Zerkleinern der Nahrung kann es zu Verdauungsproblemen kommen. Meines Wissens nach ist die Gläschenkost erst wegen der Stückchen ab 12 Monate zugelassen, da es viele Kinder gibt, die diese Nahrung zuvor nicht essen können. Auch die kleinen Portionen von Ihrem Essen können Sie der Kleinen schon geben, wenn diese nicht zu stark gesalzen und gewürzt sind. Wegen Ihrer Allergien sollten Sie Ihre Tochter bei der Beikost einige Dinge nicht geben, um die Allergiegefahr zu senken. So sollten Kinder aus Allergikerfamilien - wenn nicht gestillt wird - mindestens die ersten sechs Monate mit einer HA-Nahrung ernährt werden und erst danach mit der Beikost begonnen werden. Bei der Beikost sollten zum einen immer nur ein neues Nahrungsmittel neu eingeführt werden um auf eine evt. Unverträglichkeit der Nahrungsmittel sofort reagieren zu können. Zudem sollte auf einige Lebensmittel im ersten Lebensjahr verzichtet werden: neben Kuhmilch und Kuhmilchprodukten gilt dies zum Beispiel auch für Weizen und Eier. Vielleicht interessiert Sie zu diesem Thema auch die Broschüre des Forschungsinstitutes für Kinderernährung in Dortmund (www.fke-do.de) zu dem Thema "Ernährung für Kinder aus Allergikerfamilien".
Zu der Frage zum "Patentrezept gegen Sprühkinder" kann ich Ihnen leider keine andere Antwort bieten außer einem konsequenten "Nein!" und dem wegnehmen des Essens oder ähnlichem. Vielleicht finden Sie hierzu im Eltern-Chat noch ein paar Tips.

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