Themenbereich: Schlafen

"Nachtschreck mit 20M.?"

Anonym

Frage vom 14.06.2001

Meine Tochter (20 Monate) hat seit einiger Zeit folgendes Schlafproblem. Sie wacht fast jede Nacht (zweimal auch schon während des Mittagsschlafes) auf und schreit markerschütternd. Wenn ich dann zu ihr gehe schläft sie, schreit und windet sich im Bett. Ich versuche sie dann zu beruhigen, aber wenn ich sie berühre wird es schlimmer und auf den Arm nehmen kann ich sie auch nicht, da sie sich dann noch mehr windet und eine ungeheure Kraft hat, das ich sie schlecht halten kann (mein Mann auch nicht) und ich Angst habe, das sie mir aus den Armen fällt. Nach einiger Zeit hat sie die Augen geöffnet, aber sie reagiert trotzdem nicht auf mein Zureden. Es dauert ca. 15 Minuten bis sie sich beruhigt. Kann das organische Ursachen haben?

Anonym

Antwort vom 18.06.2001

Es könnte sich hiebei um Nachtschreck handeln. Das Kind fängt 1-4 Stunden nach dem Einschlafen plötzlich an, gellend und durchdringen zu schreien. Meist läßt es sich kaum anfassen, erst recht nicht beruhigen. Sein Blick geht ins Leere, es scheint Sie nicht zu erkennen. So eine Attacke kann bis zu 20 oder 30 Minuten dauern. So plötzlich, wie sie begonnen hat, ist sie auch wieder vorbei. Solange das Kind jünger als 6 Jahre ist und häufig Nachtschreck-Attacken hat, brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen. Sehr wahrscheinlich hat es weder ernsthafte Probleme noch eine seelische Störung. Die Ursache liegt vielmahr in dernoch nicht abgeschlossenen Reifung des Schlafablaufs. Allerdings sollten Sie dann fachliche Hilfe in Anspruch nehmen, wenn Ihr Kind zusätzlich tagsüber sehr ängstlich und angespannt zu sein scheint. Sie können am Besten helfen, indem Sie nichts tun. Wenn Ihr Kind sich nicht beruhigen lassen will, ziehen Sie sich zurück und warten ab. Zur Sicherheit können Sie es während der Schrei-Attacken beoachten. Wecken Sie Ihr Kind nicht. Fragen Sie es am nächsten Tag nicht aus.
Sorgen Sie für einen sehr regelmäßigen Schlaf-Rhythmus mit genügend Schlaf. Nachtschreck kann man nicht wegebehandeln, es löst sich z.T. von selber.
Mit freundlichen Grüßen

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