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"Enorm anhänglich / bockig in Bauchlage mit 8,5 M."

Anonym

Frage vom 07.07.2001

Enorm anhänglich / bockig in Bauchlage: Mein Sohn ist jetzt 8 1/2 Monate. DAs Robben klappt ja prima, aber ich habe das Gefühl, daß er unheimlich wütend ist, weil das Krabbeln nicht klappen will. Sobald ich ihn in Bauchlage hinlege oder er sich selbst hindreht, fängt er an zu meckern. Es ist kein weinen, denn es fließen keine Tränen und er macht immer wieder Pausen, um zu schauen, ob ich reagiere. Wie kann ich ihm helfen? Soll ich ihn einfach meckern lassen? Ich kann es aber schon kaum mehr hören, weil das schon der 3. Tag ist!!! Außerdem ist er zur Zeit soooo anhänglich. Ganz schlimm ist es, wenn ich aufstehe und irgendwohin gehe, auch wenn es im gleichen Raum ist. Besonders schlimm aber dann, wenn ich das Zimmer verlasse. Er will fast nur getragen werden, sobald er leigt, meckert er. Was soll ich tun?

Anonym

Antwort vom 07.07.2001

Es scheint Ihren Sohn zu frustrieren, daß er zwar durch robben vorwärts kommt, doch anscheinend nicht in dem Umfang, wie er das gerne hätte. Frustriert zu sein, ist ganz normal! Da Ihr Sohn jedoch noch nicht die Technik des Krabbelns für sich selber entdeckt hat, kann er dies eigentlich nicht <vermissen>- das ist Ihre eigene Interpretation- Sie haben ja durchaus auch recht-, doch er wird seine motorische Entwicklung in seinem eigenen Tempo dadurch weiterentwickeln und verfeinern, bis auch er das Krabbeln erlernt- wichtig ist, daß sich das Kind auf seine Art und Weise und in seinem Stil fortbewegt! Es gibt auch Kinder, die überhaupt nicht krabbeln. Ihre Aufgabe ist es, Ihren Sohn zu unterstützen, ihn zu ermutigen, sich z.B. in Bauchlage auch fortzubewegen- nicht, indem Sie ihn hochnehmen, sondern indem Sie ihm z.B. Spielzeug etwas außer Reichweite hinlegen, oder aber sich selber etwas entfernt hinsetzen, so daß er aus eigener Kraft und Anstrengung das Ziel erreicht. Außerdem scheint Ihr Sohn ein Machtkampf-Spiel mit Ihnen zu spielen- er fordert Sie heraus, auf sein Nörgeln oder seinen Unmut zu reagieren, z.B. indem Sie darauf eingehen und ihn hochnehmen etc...Ihr Sohn ist durchaus in der Lage auch zu akzeptieren, daß er sich eine Weile alleine beschäftigen kann, die Möglichkeit der Fortbewegung hat, um in seinem Radius zu spielen und sich Spielsachen zu besorgen. Sie dürfen ihm sein meckern also ruhig mal zugestehen! Gleichzeitig achten Sie darauf, daß das Sicherheitsbedürfnis Ihres Sohnes ausgedrückt durch die Suche nach Ihrer Nähe gegeben ist, indem Sie mit ihm, auch wenn Sie z.B. in ein anderes Zimmer gehen, in Seh- und Hörweite sind. Geben Sie ihm durch Ihr Verhalten zu verstehen, daß es Zeiten gibt, in denen Sie sich nicht ausschließlich nur mit ihm beschäftigen- auch wenn er dies gern hätte und eben durch meckern herausfordern will-, und daß es eben dann auch Zeiten gibt, in denen Sie sich ganz ihm widmen und mit ihm spielen. Das kann und sollte er lernen. Und Sie müssen lernen, das meckern dann auch zu akzeptieren und auf <Durchzug> zu schalten, in dem Maße, wie Sie das können, ohne daß Sie die Ruhe verlieren! Es gilt hier, nicht in jedem Fall sofort auf den Wunsch Ihres Sohnes zu re-agieren, sondern ihm die Möglichkeit zu bieten, seinen Unmut mit sich selber auszumachen- je überzeugter und selbstverständlicher Sie das für sich annehmen können, ohne daß er sie in seinen Machtkampf <einwickelt>, desto schneller wird er dieses Verhalten auch wieder ablegen!
Mit freundlichen Grüßen

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