Themenbereich: Ernährung bei Allergien

"Abstillen bei Allergiegefahr: Flaschenverwigerung - welche Breie - mitessen am Tisch ?"

Anonym

Frage vom 01.07.2001

Hallo, meine Tochter ist nun 6Monate und ist durch meinen Mann(Neurodermitis,allergisches Asthma,Heuschnupfen)sehr Allergie gefährdet. Bis vor 4Wochen voll gestillt,seit dem bekommt sie Mittags einen Gemüse-Kartoffel-Brei,seit 2Wochen Nachmittags ein Obstgläschen,was sie bis jetzt alles gut verträgt.Heute Abend bekam sie das erste Mal HA-Brei.Meine Fragen: Kann ich ihr auch einen anderen Brei geben, wenn Ja auf was muß ich achten? Ich würde gerne in 4Wochen die letzte Mahlzeit morgens auch ersetzen und abstillen,da sie schon 6 Zähne hat und es immer schmerzhafter wird.Sie nimmt aber keine Flasche egal in welcher Form,sie kaut nur darauf rum.(An meinem kleinen Finger saugt sie aber sobald Schnuller oder Flasche in ihren Mund kommt kaut sie nur drauf).Was kann ich ihr statt dessen Anbieten,oder haben sie vielleicht einen Trick wie sie die Flasche nimmt.-wenn sie bei uns am Tisch sitzt und wir essen ,dann wird sie bald verrückt als wenn sie miteesen wollte,kann sie Brotrinde oder einen Kinderkeks ohne Zucker schon bekommen.Es heißt ja wenn Kinder Zähne haben dürften sie was festeres bekommen.Vielen Dank und viele Grüße

Anonym

Antwort vom 09.07.2001

Aufgrund der erhöhten Allergiegefährdung Ihrer Tochter sollten Sie mit der Einführung von Milcheiweiß bis zum achten Lebensmonat warten-zur Sicherheit sprechen Sie dies jedoch nochmal mit Ihrem zuständigen Kinderarzt ab. Es gilt, einen möglichst langsamen und schonenden Ernährungsaufbau zu gestalten mit der Einführung von jeweils einer Sorte über einen Zeitraum von mind. drei Tagen, damit Sie evtl. Unverträglichkeiten gezielt erkennen können. Sie können Ihrer Tochter auch andere Breisorten geben, sollten aber wie gesagt, evtl. darauf achten, ob diese Milcheiweiß enthalten. Ihre Tochter kann auch aus einer Tasse oder einem Becher mit geeignetem Trinkaufsatz trinken lernen- sie muß nicht aus einer Flasche mit Sauger trinken. Ist es allerdings so, daß Ihre Tochter jede Art von Ersatz andere als die Brust verweigert, so hilft nur Ihre Abwesenheit z.B. über ein Wochenende. Wenn Sie dann nicht mehr zu hören, zu sehen und zu riechen sind und Ihre Tochter in der Obhut Ihres Mannes oder Partners ist, so wird sie wohl erst dann einen Ersatz akzeptieren müssen. Sollten Sie diesen Prozeß etwas langsamer angehen wollen, so können Sie Ihrer Tochter noch etwas Zeit damit lassen. Sie können ihr Zwieback als auch Brot bzw. Brotrinde anbieten, auch Knäckebrot z.B., auf Kekse würde ich als Mahlzeit verzichten, da in fast allen Keksen Zucker enthalten ist.
Mit freundlichen Grüßen

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