Themenbereich: Stillen allgemein

"Stillprobleme bei allergiegefährdetem Kind"

Anonym

Frage vom 15.07.2001

Meine Tochter ist jetzt 4 1/2 Monate alt. Das Stillen hat bis jetzt gut geklappt. Nun haben wir seit einiger Zeit aber größere Probleme. An der rechten Brust mag sie nicht mehr so gerne trinken, bis jetzt ging es an der linken Brust aber noch ganz gut. Inzwischen reißt sie aber ständig den Kopf zur Seite, sobald ich sie angelegt habe. Sie hat nicht die Geduld, den Let-Down-Reflex auszulösen und schreit dann vor Ungeduld. Stillen im Herumgehen hilft manchmal ein bißchen, aber löst das Problem an sich nicht. Ich habe bereits an einschießende Zähnchen gedacht und ihr vor dem Stillen Dentinox-Kügelchen gegeben. Hat aber leider nichts geholfen. Dadurch, daß sie so schlecht trinkt, ist die Milch inzwischen auch stark zurückgegangen. Da Lena aber ein stark allergiegefährdetes Kind ist, möchte ich unbedingt 6 Monate voll stillen. Was kann ich noch tun, damit es wieder besser klappt?

Anonym

Antwort vom 15.07.2001

Zunächst einmal ist es hier wichtig die Ursache für den Stillstreik herauszufinden: zunächst einmal können Zahnungsschmerzen die Ursache sein. In diesem Fall kann es sein, dass Ihre Tochter sehr viel speichelt und auch viel auf Gegenständen herumkauen möchte. Dies kann ein Anzeichen dafür sein. Als Erleichterung können Sie ihr dann z.B. Osanit Kügelchen als homöopathisches Komplexmittel geben, manche Kinder reagieren aber auch gut auf Chamomilla, dies sollten Sie mit Ihrer Hebamme oder einem homöopathisch arbeitenden Arzt besprechen. Wenn Ihre Tochter zu ungeduldig ist, können Sie versuchen schon vor dem Stillen den Milchfluss etwas anzuregen, indem Sie schon etwas Milch ausstreichen oder auch etwas abpumpen, falls Sie eine Milchpumpe im Haus haben. Dies regt dann auch die Milchbildung wieder an. Lassen Sie sich wegen der Stillprobleme aber am besten in einer Stillgruppe oder von einer Stillberaterin helfen, da dies auf diesem Wege meines Erachtens nach nicht so gut geht. Adressen von Stillberaterinnen finden Sie unter www.asf.de und www.lalecheliga.de.
Um die Milchbildung wieder anzuregen können Sie zum einen an beiden Seiten anlegen. Zudem können Sie auch einen Milchbildungstee (zu gleichen Teilen mischen aus Anis, Fenchel, Kümmel, Dill, Majoran, Kreuzblume und Melisse). Wahrscheinlich wird sich das Verhalten Ihrer aber auch in einigen Tagen wieder normalisieren, wenn die Zahnungsschmerzen vorbei sind.

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