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"Drogenkonsum zu Beginn der Schwangerschaft"

Anonym

Frage vom 28.07.2001

Hallo!
Ich habe eine oder mehrer Fragen! Bitte behandeln sie meine persönlichen angaben vertraulich!
Ich hab vor der Schwangerschaft Drogen(Extasy) zu mir genommen und bis zur 11. Woche sehr geringen konsum!Hab nun mit allem aufgehört! Hab aber nun angst das mein Baby schäden davon tragen könnte! Der Frauenarzt sagt es ist alles in ordnung bis auf diese Keime, die aber behandelt werden! Kann das Baby Gehirn- oder andere Schäden davon tragen? Und meine andere Frage: die Mutter meines Freundes möchte das Jugendamt, bzw. das Gesundheitsamt auf mich hetzen, da sie weiß das ich mal drogen genommen habe! Kann man mir das Baby wegnehmen? Obwohl ich damit aufgehört habe und vernüftig geworden bin! Ich habe grosse Angst deswegen!!!
Danke schon mal für ihre Hilfe und Antworten!

Anonym

Antwort vom 01.08.2001

Bis zur zwölften Schwangerschaftswoche, also in der frühen Fetalperiode, werden alle inneren Organe angelegt und ausgebildet, sowie die Entwicklung der äußeren Körperformen verläuft in diesem Zeitraum. Diese Phase ist besonders störanfällig. Einflüsse, die eine regelrechte Entwicklung stören, bewirken u.U. nicht mehr rückgängig zu machende Schädigungen der Organe, deren Entwicklung noch nicht beendet ist. Zu den schädigenden Einflüssen gehören natürlich auch u.a. der Konsum von Rauschgift, Nikotin oder Alkohol. Gehirnschäden in Form von einer geistigen Behinderung, die nicht auf eine direkt zuzuordnende körperliche Fehlentwicklung zurückzuführen sind, sind nicht per Ultraschall zu erfassen. Zu der Frage nach dem Jugendamt möchte ich Sie bitten, sich an eine Schwangerschaftsberatungsstelle zu wenden, dies können Sie auch anonym tun. Meines Wissens nach, kann gegen Sie zwar eine Anzeige erstattet werden, die Mutter Ihres Freundes muß allerdings auch Beweise erbringen können. Bei Drogenbesitz oder auch direkt nachgewiesenem Konsum macht man sich strafbar. Das Jugendamt kann sich meines Wissens spätestens nach der Geburt des Babys einschalten und zwar dann, wenn u.a. die elterliche Sorgepflicht für das Kind nicht gewährleistet ist. Wenn Sie, wie Sie sagen, jetzt keine Drogen mehr nehmen und bereit sind, die Verantwortung eines Kindes anzunehmen, dann möchte ich Sie auf diesem Weg bestärken.
Mit freundlichen Grüßen

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