Themenbereich: Stillen allgemein

"Wie kann ich erkennen, ob unser Sohn (fast 9 Wochen) satt ist ?"

Anonym

Frage vom 02.08.2001

Ich kann leider nie erkennen, ob unser Sohn (fast 9 Wochen) satt ist oder nicht. Ich könnte ihn stundenlang stillen, es würde ihm nie zu viel werden. Seit der Geburt füttere ich auch nach Bedarf zu, da er anfangs Probleme beim Gewichtzunehmen hatte. Beim Wiegen habe ich jetzt festgestellt, das er morgens und mittags jeweils ca. 120-150g trinkt, nachmittags ca. 90g und abends dann nur noch 50-70g. Abends füttere ich dann 60-100g zu. Nachts schläft er 6-8 Stunden. Nach den Mahlzeiten ist er gut drauf, aber nach 15 Minuten später fängt er an zu quengeln und ich bin dann unsicher, ob er nicht vielleicht doch noch Hunger hat. Das Zufüttern dauert auch immer ewig. Wenn ich meine, er ist satt und biete ihm dann doch nochmal die Flasche an, dann trinkt er auf einmal total schnell.
Vielen Dank für Eure Hilfe.

Anonym

Antwort vom 03.08.2001

-Zunächst einmal sollten Sie sich den Stress mit dem Wiegen ersparen - wenn Sie den Kleinen regelmäßig vor und nach dem Stillen wiegen. Vertrauen Sie einfach auf sich und Ihren Sohn. Meines Erachtens nach sollten Sie Ihren Sohn einfach nach nur mit Muttermilch ernähren und nur evt. am Abend mal etwas Fläschchen hinzugeben. So wird der natürliche Stillrhythmus am wenigsten gestört. Stillen Sie ihn - gerade bei dem warmen Wetter - ruhig alle zwei bis drei Stunden und trinken Sie viel Wasser oder auch mal einen Milchbildungstee. Achtens Sie auf eine ausgewogene und vollwertige Ernährung. Wenn Ihr Sohn nach einer Viertelstunde unruhig wird, muss dies nicht unbedingt Hunger sein, es kann ein Bäuerchen sein, welches quer sitzt, Verdauungsstörungen oder ganz einfach Langeweile. Kinder in diesem Alter haben längere Wachphasen, in denen sie auch mal bespielt werden wollen. Da Sie leider nicht schreiben, wie viel Ihr Sohn wiegt, kann ich Ihnen auch nicht sagen, ob die Muttermilch ausreichend ist, Als Faustregel gilt, dass ein Kind am Tag ein sechstel bis ein siebtel seines Körpergewichtes trinken sollte. Nur wenn Ihr Sohn bei dem Stillen nach Bedarf weniger als ein siebtel seinen Körpergewichtes trinkt, können Sie sich überlegen, ob Sie zufüttern möchten. (Wiegen Sie dazu - wenn Sie möchten - in einigen Tagen einfach mal einen Tag Ihren Sohn vor und nach dem stillen.). Bitte wenden Sie sich aber auch nochmals an Ihre Nachsorgehebamme oder eine Stillberaterin (www.asf.de oder www.lalecheliga.de) oder an eine stillerfahrene Mutter bzw. ein Stillcafe.

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