Themenbereich: Schlafen

"10 x nächtliches Aufstehen durch Durstgefühl des 10M. Kindes - was tun?"

Anonym

Frage vom 23.08.2001

mein sohn ist jetzt 10mon.alt,er schläft seit monaten nicht richtig durch,er steht bis zu 10 mal nachts auf und verlangt etwas zu trinken,wenn ich ihm kein trinken geben würde,würde er die ganze zeit durch schreien,ich bin mit den nerven am ende.was kann ich da noch tun????

Anonym

Antwort vom 23.08.2001

Es ist wichtig hier abzuklären, inwieweit es sich bei dem Schreien u.U. um eine organische Sache handelt wie z.B. Blähungsschmerzen oder auch das Zahnen. Bei Blähungsschmerzen wäre z.B. die Zufuhr von Nahrung in Form von Trinken in kurzen Intervallen nicht günstig und könnte die Verdauungsprobleme verschlimmern. Beim Zahnen handelt es sich um Schübe und es sind entlang des Gaumens u.U. harte Stellen tastbar, der Gaumen ist evtl. gerötet, geschwollen etc.Natürlich sind grundsätzlich auch alle anderen organischen Ursachen soweit wie möglich auszuschließen. Wenn also das Schreien sich auf eine konkrete Ursache zurückführen läßt, so ist natürlich dann auch eine gezielte Therapie möglich. Auch denkbar sind bei auffälligen Schreikindern Verschiebungen im Bereich der Knochen bzw. der Knochengewebe und den Strukturen der Weichteile, die damit verbunden sind. Als Ursache ist der Vorgang der Geburt denkbar. Hier wäre eine gezielte Behandlung bei einem Physiotherapeuten spezialisiert auf dem Gebiet der manuellen Therapie und mit Erfahrung bei Säuglingen und Kleinkindern angezeigt. Sollte Ihr Sohn ein ausgeprägtes Saugbedürfnis haben, so wäre z.B. ein Saugersatz in Form eines Schnullers angezeigt, die ihm u.U. zur Beruhigung hilft, wenn er keinen Hunger hat. Grundsätzlich ist ein mehr oder weniger fester Tages-als auch Nachtrhythmus wichtig, dies gilt auch für die Essenszeiten. Sie sollten hier unbedingt eine Struktur reinbringen, damit auch Ihr Sohn sich orientieren kann. Die Problematik der Ein-und/oder Durchschlafprobleme sind komplex, doch es bieten sich schon Lösungswege an, die Sie als Eltern anwenden können. Hierbei ist das Setzen von Grenzen wichtig als auch die Durchführung zur Einhaltung eines von den Eltern festgesetzten Ablaufs, der geprägt sein sollte von Bestimmtheit und letztendlich das Durchsetzungsvermögen beider Seiten- der Eltern als auch des Kindes- herausfordert. Wichtige Dinge des Tagesablaufs- wie z.B. das Schlafen gehen, das Essen etc. sollten durch immer gleiche und sich wiederholende Rituale (die Art und Weise wie es getan wird)gefestigt werden und so zur Gewohnheit werden. Das Recht auf Protest hat Ihr Sohn, Sie als Eltern bestimmen jedoch die Grenzen. Ich empfehle Ihnen das Buch <Jedes Kind kann schlafen lernen>. Ich denke, hier werden Sie u.U.geeignete Hilfestellung bekommen.
Mit freundlichen Grüßen

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