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"Nach 3KS - gibt es etwas zum Stärken der Gebärmutter?"

Anonym

Frage vom 13.10.2001

ich hatte 2 Risikoschwangerschaften bei meinen ersten kind hatte ich eine vorzeitige Planzentalösung in der 26.SSW mein Sohn starb 2 Stunden nach der Geburt, 1 Jahr später nach Not Sectio wurde ich wieder schwanger und hatte in der 33 SSW eine Uterusruptur, mein Sohn war ein kleiner Kämpfer und wir bekamen ihn schnell nach Hause, leider blieb das Glück nur 10 Wochen er kam mit einer leichten Bronchitis zur Beobachtung ins KH und er starb in der Nacht dort an hochgespuckter Milch, er war kerngesund außer der leichten Bronchitis.
Nach langem Überlegen möchten wir nochmal versuchen ein Kind zu bekommen aber ich habe Angst, es wäre der 3 KS weil ich nie mehr spontan entbinden kann. Ich will so positiv wie möglich denken, aber die Angst ist da, bei beiden Geburten war es sehr knapp für mich. Welche Möglichkeiten der Überwachung gibt es bei einer erneuten Schwangerschaft? oder gibt es was, was die Gebärmutter stärken konnte. Kann man nach uterusruptur ganz normal ein Kind austragen?
Ich würde mich freuen wenn Sie mir antworten würde.
Liebe Grüsse

Anonym

Antwort vom 18.10.2001

-Ich möchte Ihnen meinen Respekt gegenüber Ihrer positiven Grundeinstellung ausdrücken und darüber, daß Sie sich ernsthaft mit einer dritten Schwangerschaft auseinandersetzen. Bezüglich einer Stärkung der weiblichen Organe, v.a. der Gebärmutter, aber auch Ihres eigenen Gesamtbefindens, möchte ich Ihnen raten, sich an einen erfahrenen Homöopathen oder auch an eine Hebamme in Ihrer Nähe zu wenden. Dies wäre als unterstützende Maßnahme sicherlich sinnvoll. Sehr wichtig erscheint mir parallel dazu, sich einen Frauenarzt Ihres Vertrauens zu suchen und sich mit diesem ausführlich über eine erneute Schwangerschaft zu besprechen. Er hat Einsicht über die gesamten Unterlagen bzw. dem bisherigen Verlauf der geburtshilflichen Vorgeschichte, da u.a. auch die Ursache der Gebärmutterruptur ein wichtiges Kriterium für den Verlauf einer neuen Schwangerschaft sein kann. Grundsätzlich ist es möglich, auch nach einer Uterusruptur eine Schwangerschaft auszutragen, solange keine Komplikationen eintreten. In Ihrem Fall werden die Vorsorgeuntersuchungen relativ engmaschig sein, um mögliche Kompikationen frühzeitig erkennen zu können. Es werden dazu u.a. Ultraschallkontrollen, die Dopplersonographie als auch CTG Kontrollen angebracht sein. Eine gute Zusammenarbeit mit dem FA sit wichtig, damit Sie die nötige Sicherheit erhalten, sich kompetent und fachlich qualifiziert aber auch menschlich gut und umfassend beraten und aufgehoben fühlen. Sie gehen mit einer erneuten Schwangerschaft nicht nur körperlich, sondern auch seelisch eine relativ höhere Belastung ein. Ich rate Ihnen, an einem Geburtsvorbereitungskurs geleitet von einer Hebamme teilzunehmen. Hier können Sie sich austauschen und die Hebamme als weiteren Ansprechpartner miteinbeziehen. Eine positive Grundeinstellung ist auf alle Fälle eine gute Basis für eine weitere Schwangerschaft und ich kann Sie darin nur unterstützen!
Mit freundlichen Grüßen

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