Themenbereich: Geburtsvorbereitung

"Warum bekommt man die Schwangerschaftsstreifen nach (während) der Geburt ?"

Anonym

Frage vom 15.10.2001

Ich habe vielleicht eine ganz dumme Frage, aber trotzdem.
Meine Freundin hat vor zwei Monaten ihr Baby bekommen. Sie hat ganz viele Schwangerschaftsstreifen bekommen. Die sind nicht nur auf dem Bauch, sondern auch auf den Beinen, auch unterhalb der Knieen. Die hat sie aber nicht während der SS bekommen, sondern während und nach der Geburt. Meine Frage ist, warum bekommt man die Schwangerschaftsstreifen nach (während) der Geburt und kann man zur Vorbeugung bei der Geburt Stützstrümfe tragen? Helfen sie überhaupt ? Und können sie evtl. vom Krankenhaus gestellt werden? Denn ich habe zwar welche, weiß aber nicht ob sie mir in 12 Wochen immer noch passen. Ich bedanke mich im Voraus

Anonym

Antwort vom 15.10.2001

Zuallererst möchte ich betonen, daß es keine dummen Fragen gibt! Und überhaupt, Ihre Fragen sind sogar sehr berechtigt- es gibt hier zwei Dinge, die voneinander zu trennen sind: Das Eine sind Krampfadern und das Andere sind die Schwangerschaftsstreifen. Durch die durch die Schwangerschaft bedingte hormonelle Umstellung des Körpers wird eine Weitstellung der glatten Muskulatur, u.a. auch die der venösen Gefäße in den Beinen, hervorgerufen. Durch die zusätzliche körperliche Belastung im Verlauf der Schwangerschaft als auch durch die Zunahme der Flüssigkeitsmenge im Blut kann es zu Aussackungen der Gefäße kommen, welche sich in Form von Krampfadern äußern. Bei Krampfaderbeschwerden, die einer Therapie bedürfen, kommen u.a. auch das Verordnen von Stützstrümpfen in Frage. Diese können vom zuständigen Frauenarzt verordnet werden und sollten dann nach Rücksprache durchaus auch unter der Geburt getragen werden, wenn der Schweregrad der Krampfadern dies notwendig machen. Stützsstrümpfe müssen sorgfältig nach Größe und Umfang des Beines angepaßt werden, um eine optimale Unterstützung des venösen Blutrückflusses zu bewirken. Bei Schwangerschaftsstreifen besteht eine Bindegewebsschwäche der Unterhaut. Zur möglichen Unterstützung des Hautgewebes ist es sinnvoll, regelmäßig die Haut zu massieren bzw. zu zupfen und auch Wechselbäder im Sinne von nach dem Duschen kalt abduschen von unten nach oben, frische Luft, Sonne und Bewegung. Ist das Bindegewebe jedoch durch die Schwangerschaft so belastet, daß es <reißt>, so treten die echten Schwangerschaftsstreifen auf, die sich nach der Schwangerschaft etwas zurückbilden können und evtl. nur noch je nach Ausprägung als leichte weiße Streifen bleiben.
Ich hoffe, hier Klarheit reingebracht zu haben.
Mit freundlichen Grüßen

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