Themenbereich: Babyernährung allgemein

"Beikostverweigerung mit 6 Monaten"

Anonym

Frage vom 23.10.2001

Beikostverweigerung mit 6 Monaten
Liebes Babyclub-Team,
mein Sohn hat 6 Monate die
Flasche bekommen. Jetzt habe
ich angefangen, ihm Möhren
vom Löffel zu geben. Katastrophe! Als er den Löffel sah, hat er gleich den Kopf zurückgezogen (vielleicht, weil er die
tägliche D-Fluorette auch
vom Löffel bekommt?). Als endlich ein Löffelchen in seinem Mündchen gelandet ist, hat er das Gesicht verzogen und nur widerwillig geschluckt. Beim nächsten Löffel war es natürlich noch schlimmer (habe nur mit 3 TL angefangen). Er war nur noch am Schreien, was auch nicht aufhörte, nachdem ich ihm eine halbe Flasche Milch gegeben hatte. Er verweigerte den Löffel. Letztendlich habe ich die Möhren dann in seine Milch getan, was er auch ausgetrunken hat.
Wie bringe ich ihm das Essen vom Löffel bei bzw. soll ich das Gemüse oder die Mahlzeit (Abendbrei)
wechseln? Wieviel Beikost braucht er im Moment?
Ich wäre Ihnen sehr dankbar für Ihre Hilfe.

Anonym

Antwort vom 25.10.2001

-Irgendwann ist der Zeitpunkt erreicht, an dem ein Kind die Höchstmenge an Milchaufnahme hat aber eigentlich mehr Kalorien braucht, als in der Milch stecken. Dies ist der Zeitpunkt zur Einführung fester Nahrung. Sie können diesen Zeitpunkt z.B. daran erkennen, daß das Kind nach jeder Mahlzeit noch mehr Milch verlangt. Viele Babys erreichen diesen Zeitpunkt mit ungefähr vier Monaten. Gut eignet sich zur Einführung von Beikost die Mittagsmahlzeit in Verbindung mit der gewohnten Flaschenmahlzeit. Sie fangen mit nur wenigen Löffeln- auch nur mit einem- an. Zwingen Sie ihr Kind niemals! Lassen Sie keinen Druck aufkommen und nehmen Sie sich ausreichend Zeit und Geduld! Geben Sie zuvor erst die halbe Flaschenmahlzeit und danach den Rest. Weigert sich Ihr Sohn den Löffel zu nehmen, so tauchen Sie Ihren sauberen Finger in die Nahrung und lassen Sie diese von ihm ablutschen. Sinnvoll ist es z.B. mit ungesüßten Breis- Apfel, Banane und Birne anzufangen als auch mit Kartoffel, Karotten oder Blumenkohl. Wichtig ist, daß Sie bei einer Sorte bleiben, wenn Sie feststellen, diese nimmt er, um ihm dann jeden Tag wieder etwas anzubieten. So können Sie Schritt für Schritt die Menge steigern, bis Milch nicht mehr das Hauptnahrungsmittel ist. Bitte lesen Sie auf der Dosiertabelle der Flaschennahrung, die Sie geben, nach, wieviel durchschnittlich in diesem Alter als Flaschennahrung und als Beikostmahlzeiten angegeben werden. Damit haben Sie einen Anhaltspunkt, den Sie jedoch individuell auf Ihren Sohn abstimmen müssen. Es ist durchaus möglich, daß Sie ihm vorübergehend z.B. eine <Karottenmahlzeit> oder auch eine <Obstmahlzeit> in die Flasche geben, jedoch nicht zu der Mahlzeit, bei der Sie das Essen einführen, sondern z.B. zur Abendmahlzeit.
Mit freundlichen Grüßen

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