Themenbereich: Gesundheit

"38.SSW -Thrombose - Heparin spritzen lassen ?"

Anonym

Frage vom 06.12.2001

Ich bin in der 38 SSW und hatte vor kurzem eine Venenentzündung, die sich besserte (die Hausärztin verschrieb Heparin-Salbe, da man lt. ihrer Aussage in der Schwangerschaft nicht Heparin spritzen kann. Nach einer kurzen Besserung hatte ich wieder Schmerzen, worauf mich meine Frauenärztin zum Internisten schickte. Der Internist empfiehlt nun täglich 1 Heparin-Spritze zur Vorbeugung einer Thrombose.

Im Moment bin ich fast schmerzfrei (manchmal ein leichtes Brennen/Stechen) und es besteht auch keine Thrombose lt. des Befundes des o.g. Internisten.

Die Heparin-Spritze empfahl er mir "zu seiner Absicherung" (Zitat !!!).

Ich habe gelesen, daß nach dem Spritzen von Heparin erhöhte Blutungsneigung bei der Geburt besteht.

Was soll ich jetzt tun ?
Den Spritzen zustimmen (welche Wirkung hat das für mein Baby ?) oder weiter bei der Salbe bleiben, solange keine stechenden Schmerzen bestehen ???

Vielen Dank für Ihre Antwort !

mfg

Anonym

Antwort vom 07.12.2001

Eine Thrombose oder eine Venenentzündung sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen. Heparingabe wird bei einer echten Thrombose als Therapie eingesetzt, bei einer Venenentzündung kann eine Salbe auch reichen. Sie sollten auf jeden Fall noch eine dritte Meinung einholen. Am besten Sie gehen in die Sprechstunde des Chefarzt , in dessen Klinik Sie entbinden wollen oder stellen sich dort im Kreißsaal vor, denn dieses Fachpersonal muß Ihre Krankengeschichte ja für die Geburt auch kennen und Sie dann ggf. wegen der Venenentzündung behandeln. Eine Heparintherapie sollten Sie genau mit diesen Ärzten absprechen, da bei einer längeren Gabe, die Gefahr einer Blutung schon erhöht ist. Ich kann Ihnen nicht sagen, was Sie jetzt nehmen sollen ohne Sie zu kennen, sondern nur Raten das Team Ihrer Entbindungsklinik sobald wie möglich um Rat zu fragen. In den meisten Kliniken meldet man sich sowieso schon für die Geburt an und dann können Sie dies verbinden. Außerdem sollten Sie so oft wie möglich die Beine hoch legen, Stützstrümpfe tragen, die Schuhe oft wechseln und Wechselduschen machen.

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