Themenbereich: Schlafen

"Einschlaf-, und Durschlafprobleme mit 11M"

Anonym

Frage vom 03.01.2002

Mein Sohn, 11 Monate, war noch nie ein "guter Schläfer", Nächte ohne Aufschrei, kurzes Weinen etc. sind nie drin. Meistens müssen wir nachts jedoch nicht an sein Bett, da er sich selbst wieder beruhigt. Jedoch gibt es auch andere Nächte, in denen er nicht zu beruhigen ist. Mit 5 Monaten haben wir ihm, lt. dem Buch, den Schnuller abgewöhnt, danach schlief er ca. 1 Monat recht gut. Tagsüber bekommt er ihn zum Schlafen, funktioniert auch prima, auch wenn er, wie abends, lange zum Einschlafen braucht. Wenn ich gemäß dem Buch alle 10 min zu ihm gehe, wird er nur noch wilder und schreit umso mehr, das hilft also nicht viel, so daß wir ihn ab und zu schon schreien lassen, nach max. 1 Stunde schläft er dann auch wieder ein. Ist das zuviel für ihn? Unsere Nerven halten das auch nicht mehr lange aus. Im Moment sieht sein Schlafrhythmus folgendermaßen aus: er geht gegen 19.15 Uhr ins Bett, mal braucht er dann 5, mal auch 35 Minuten zum Einschlafen. Gegen 23.00 Uhr,1.00 Uhr und ca. 3.30 Uhr wird er dann wach, beruhigt sich aber meist selbst (wenn nicht, hilft auch kein Schnuller!). Spätestens aber um 5.00 Uhr wacht er auf und will eine Milchflasche, die wir ihm irgendwann mal angewöhnt haben, damit wir noch länger schlafen können. Danach schläft er in der Regel mit Schnuller nochmal 2-2,5 Stunden. Tagsüber schläft er nochmal ca. 1,5-2 Stunden. Doch man hat nie eine ganze Nacht für sich. Braucht er denn in dem Alter noch eine Morgenmahlzeit? Sollen wir ihm die abgewöhnen, oder wie lange kann und muß man das noch machen?
Außerdem habe ich stets das Gefühl, daß er sehr jammerig ist tagsüber, weil er unausgeschlafen ist. Wie bekomme ich ihn zum Durchschlafen? Wie gesagt, das Buch haben wir schon getestet, das hilft uns nicht weiter!!
Vielen Dank vorab für die Hilfe!

Anonym

Antwort vom 04.01.2002

Zum Einschlafen ist es, wie Sie wissen, wichtig, ein immer gleiches Einschlafritual zu haben. Sehr positiv ist doch in Ihrem Fall, daß Ihr Sohn sich selber wieder beruhigen kann. Die Zeit, die ein Kind letztendlich zum Einschlafen braucht, ist unterschiedlich-wie auch bei Ihrem Sohn-wichtig ist, daß er es ohne Ihre Hilfe tut, also, daß Sie ihn nicht beschäftigen müssen, bis er sozusagen mit Ihnen oder bei Ihnen einschläft. Weinen-vorausgesetzt es liegt nichts anderes als Grund vor- kann bei manchen Kindern ein Art Ventil sein- sie können damit Reize des Tages verarbeiten und finden auf diese Art und Weise Beruhigung und damit auch in den Schlaf. Die Frage nach der Morgenmahlzeit: Sie können probieren, ob er lediglich Durst hat und ihm dann eben nur Wasser, Tee oder Saft anbieten. Die Entscheidung, ihm diese abzugewöhnen liegt bei Ihnen-wenn Sie ihn auch anders nochmals zum Schlafen bewegen können, liegt es nicht bei Hunger oder Durst, doch ich würde auf alle Fälle die Flasche vorziehen bevor ich um fünf Uhr aufstehen müßte... Ich denke, Sie müßen einfach Geduld haben, bis Ihr Sohn reifer und älter wird und sich dann ergibt, daß er durchschlafen wird! Sie können einfach immer nochmals ausprobieren-entweder laut dem Buch oder eben in anderer Form, hier Einfluß auszuüben, um ihm zum Durchschlafen zu bewegen. Mit dem Durchschreien lassen- auch das liegt in Ihrem eigenen Ermessen als Eltern- und richtet sich auf alle Fälle nach den Bedürfnissen des Kindes, nach seiner eigenen Persönlichkeit aber auch nach Ihren Grenzen, sprich, wie lange Sie das anhören können und gleichzeitig ruhig und bestimmt dahinterstehen. Sie sehen, konkret kann ich gar nicht so viel weiterhelfen, da jede Situation so komplex ist, bei Bedarf Ihrerseits und wenn Sie sich nicht mehr weiter wissen, es so aber auch nicht mehr ertragen können, wenden Sie sich bitte an eine Familienberatung bzw. an einen Kinderpsychologen, der Ihnen hier persönlich sehr viel gezielter Hilfestellung geben kann. Ich persönlich hatte bei all meinen Kindern erst nach ca zwei Jahren wirklich erst die Gewißheit, eine Nacht für mich haben zu können!
Mit freundlichen Grüßen

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