Themenbereich: Schlafen

"Durchschlafprobleme mit 13M, wenn dann nur mit Flasche - wie ändern?"

Anonym

Frage vom 07.01.2002

Meine Tochter wird jetzt 13 Monate.Sie hat noch nie durchgeschlafen, es war schon mal Zeit wann hat sie "gut geschlafen ", aber zur Zeit ist es unertreglich geworden. Zum Einschlafen braucht sie ihre Flasche, ohne geht es nicht. Sie geht so um acht Uhr ins Bett und spätestens in zwie oder drei Stunden ist sie wieder wach. So geht das die ganze Nacht.Zum scluß wird sie immer öfter wach, ab vier Uhr wacht sie jede Stunde. Am liebsten würde sie nur mit der Flasche schlafen. Wir haben schon zweimal probiert Schreitherapie nachdem Buch jeder Kind kann schlafen lernen. Es hat nicht funktioniert, eswurde dann noch schlimer. Sie hat dann Schreianfal gekriekt nur in der Nähe von ihrem Bett. Wenn Sie ein Rat für mich hätten, würde ich Ihnen sehr dankbar. Grüß

Anonym

Antwort vom 08.01.2002

Wenn Sie bereits das Buch <Jedes Kind kann schlafen lernen>haben, so wissen Sie über den Schlafrhythmus Bescheid und warum es physiologisch so ist, daß es eben mehrere Male nachts Wachphasen gibt usw... Wichtig ist, wie das Einschlafritual gestaltet wird und daß das Kind lernt, alleine einzuschlafen mit dem Ziel, daß es mit der Zeit auch ohne Einschlafhilfe, die auf Dauer eben nicht geeignet sind( in Form von Flasche oder eben den Eltern selbst) einschlafen kann. Das kann das Kind dann auch in der Nacht, wenn es aus dem Tiefschlaf erwacht. Ich würde Ihnen jetzt raten, Prioritäten zu setzen und sich erstmal darauf zu konzentrieren, daß Ihre Tochter feste Einschlafzeiten hat, ein festes Einschlafritual sowie daß sie, wenn sie nachts aufwacht, nicht aus dem Bett geholt wird, es nachts feste <Flaschenmahlzeiten> gibt(das entscheiden Sie) und die anderen Zeiten Sie nochmals ganz bestimmt und standhaft bleiben- auch wenn sie schreit. Das Flaschenproblem können Sie dann angehen, wenn dieser erste Schritt geklappt hat. Wenn Sie schreit, gehen Sie rein aber nehmen sie möglichst nicht aus dem Bett raus, sollte sie sich durch Ihre Anwesenheit noch mehr reinsteigern, gehen Sie wieder raus, lassen die Tür offen und evtl. ein indirektes Licht an, spätestens wenn Ihre Tochter aus Schrei und Protest spuckt, müssen Sie wieder rein usw.. Setzen Sie eben feste Zeiten, zu denen Sie Ihrer Tochter bei Bedarf eine Flasche geben, aber eben nicht jede Stunde! Und so reduzieren Sie das langsam, bis sie u.U. nur noch eine Abendflasche mitnimmt-Ziel ist es, das Muster zu durchbrechen! Dafür müssen Sie als Eltern den längeren Atem haben, also auch gut Ihre eigenen Grenzen setzen, wie weit Sie sich darauf einlassen möchten und können, denn es sind auch Ihre Nerven und wichtig ist es, daß Sie bei allem bestimmt und ruhig sind und auch bleiben! Ist Ihre eigene Grenze erreicht, so machen Sie das, wo Sie wissen, Ihre Tochter beruhigt sich und es tritt eben Stille ein(bis zum nächsten Mal). Es wird mit der Zeit kommen, daß Sie auch Ihre Geduld steigern können bzw. daß Ihr Wille stärker sein wird, als der Ihrer Tochter. Haben Sie Geduld aber arbeiten Sie konsequent weiter daran, denn es muß sich hier etwas ändern, gestalten Sie es flexibel und gehen Sie es Schritt für Schritt an.
Mit freundlichen Grüßen

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