Themenbereich: Ernährung bei Allergien

"Grind am Kopf infolge Gabe von Kuhmilch?"

Anonym

Frage vom 19.02.2002

Mein Sohn ist nun 10 Monate alt. Ich habe ihn 6 Monate voll gestillt und dann langsam angefangen, die einzelnen Mahlzeiten mit Gemüse- (selbstgekocht, demeter)bzw. Vollkornbreien (Holle, bioland)zu ersetzen. Vor 3 Wochen habe ich ihn nun voll angestillt. Er hatte kurz nach der Geburt leichten "Grind" auf dem Kopf (ist dann ja eigentlich kein Milchschorf, oder?), welchen ich eingeölt und mit einer weichen Bürste langsam entfernt habe. Nun hat er auf einmal wieder diesen gelblichen "Schorf" auf dem Kopf - an der gleichen Stelle wie vorher, aber nur dort. Kann es sein, dass er zuviel Kuhmilch bekommt? Ich habe die Morgen- und Abendbrustmalzeit durch eine Milchflasche (Biovollmilch) ersetzt. Und außerdem isst er Abends ein Haferflockenmüsli, ebenfalls mit Vollmilch angerührt. Dass ist dann ein guter 1/2 Liter Milch - sollte ich die Milchmalzeiten lieber als Säuglingsfolgemilch geben? Oder kann der Ausschlag auch einen anderen Ursprung haben? Er ist regelmäßig vom Tisch mit, bzw. ich koche ihm seine eigenen Portionen je nach dem, was wir essen). Im Allgemeinen isst er Kartoffeln, Vollkornnudeln oder Vollreis mit einem Gemüse und ab und zu Hühnchenfleich. Einmal die Woche Fisch. Gegen Milch oder Gluten ist in unserer Familie niemand allergisch; lediglich gegen Pollen (Birke, Hasel, Erle) und damit verbundene Kreuzallergien. Meine Tochter neigt zu einem leichten Ausshlag in den Arm- und Kniebeugen, wenn sie zu viel Süßes zu sich genommen hat oder wenn wir viel Stress hatten. Die beiden Kinder meines Mannes aus 1. Ehe haben ebenfalls Allergien (Hausstaub, sehr trockene zu Ekzemen neigende Haut). Das ist nu nschon fast ein Roman geworden, aber nur mit genauer aFragestellung kann ich eine aussagefähige Antwort erwarten, oder?... Danke für ihre Stellungnahme und freundliche Grüße

Anonym

Antwort vom 20.02.2002

Da Ihr Sohn durchaus einer erhöhten Allergiegefährdung ausgesetzt ist, da Sie bzw. Ihr Mann und die Schwester und Halbgeschwister zumindest unter leichten Allergien und Hautproblemen neigen. Daher möchte ich Ihnen eher dazu raten auf die Kuhmilch zunächst zu verzichten und diese durch eine HA-Milch oder eine andere tierische Milch (Ziege oder Stute) zu ersetzen. Dies wird bei allergiegefährdeten Kindern im ersten Lebensjahr empfohlen. Beobachten Sie dann bitte genau die Haut um eine Besserung zu erkennen, welche dann ein Hinweis auf eine Kuhmilchunverträglichkeit sein kann. Natürlich kann der Ausschlag auch andere Ursachen haben. Besprechen Sie dies daher bitte auch noch mit Ihrem Kinderarzt und / oder einer Ernährungsberaterin. Vielleicht interessiert Sie zu dem Thema Ernährung auch die Broschüre des Forschungsinstitutes für Kinderernährung in Dortmund (www.fke-do.de) "Ernährung von Säuglingen und Kleinkindern aus Allergikerfamilien".

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