Themenbereich: Schlafen

"Kind 13 M möchte nicht schlafen - schreit stundenlang - was tun?"

Anonym

Frage vom 24.04.2002

wir haben einen 13Monate alten Sohn und ein riesen Problem mit dem Einschlafen. Unser Sohn schläft niemals alleine ein und niemals in seinem Bett. Sobald man ihn nachts umlegen will, wacht er auf. Seit über 7 Monaten haben wir keinen erholsamen Schlaf mehr, mein Mann hat mir am Wochenende gesagt, daß er sich trennen will, weil er der Verantwortung nicht gewachsen ist. Ich weiß nicht mehr, was ich machen soll. Momentan steht mein Sohn in seinem Bett und schreit seit über einer halben Stunde. Wir haben das Buch "Jedes Kind kann schlafen lernen" zur Hand genommen, aber es klappt nicht. Zum Einen schreit unser Junge wirklich stundenlang, zum anderen peitscht er sich immer wieder auf, nur , um nicht schlafen zu müssen und es geht bei ihm keine paar Tage sondern Wochen. Nach einer Woche haben wir das Schema aus dem Buch aufgegeben. DAnn kamen Zähne usw.
Ich bin jetzt wirklcih am Ende, weiß nicht, ob ich ihn schreien lassen soll (bis zum Umfallen), oder was ich noch tun kann. Im Rücken habe ich jetzt noch die Trennungsabsicht meines Mannes, so daß ich keinen anderen Rat mehr weiß.
Können Sie mir ein Schema oder ähnliches mitteilen, wie es klappen könnte?
Ich wäre Ihnen sehr dankbar.
Gruß

Anonym

Antwort vom 26.04.2002

Zuallererst ist es die Verantwortung nicht nur von Ihnen alleine, sondern auch von Ihrem Mann, sich diesem Problem <zu stellen>, um gemeinsam einen Weg zu finden-es wird bestimmt nicht das Erste und Einzige Mal im Zusammenleben mit Ihrem gemeinsamen Sohn sein, daß es gilt, eine Lösung zu finden und sozusagen als Partner bzw. Eltern gemeinsam an einem Strang zu ziehen, so daß ein Ziel, welches für alle Beteiligten zufriedenstellend ist und der entsprechenden Weg dahin gefunden werden kann. Sie sind ja nun auch nicht glücklich über die momentane Situation- und müssen troztdem der Verantwortung gewachsen sein! Also, Trennungsabsichten Ihres Mannes sollten sich auf keinen Fall nur darauf berufen, daß Ihr Sohn einfach immer wieder seinen Kopf durchsetzt. Dann schlagen Sie Ihrem Mann vor, er soll Urlaub von seiner Arbeit nehmen, um erstmal etwas klaren Kopf zu bekommen und um entscheiden zu können, daß die Familie doch Priorität hat. Es ist auf alle Fälle machbar, daß Ihr Sohn- solange er sonst gesund ist- in diesem Alter lernt, alleine ein-und auch durchzuschlafen. Sie haben als Eltern jetzt den Leidensdruck erreicht, wo es gilt, sich gegenüber Ihrem Sohn durchzusetzen. Ich wende mich jetzt ganz konkret an Sie als Mutter, denn unter den Umständen Ihrer Beziehung, nehmen Sie die Dinge jetzt einfach in die Hand und packen es alleine an. Bitte sagen Sie dies Ihrem Mann, der sich unter allen Umständen dann auch friedlich raushalten sollte. Sie haben den Rat, den ich Ihnen aus meiner eigenen Erfahrung mit meinem Sohn geben möchte, schon selbst benannt-schreien lassen bis zum umfallen. Teilen Sie Ihrem Sohn kurz und kanpp mit, daß er ab heute in seinem Bett schläft- er sollte ein Bett haben, aus dem er noch nicht selber herauskommen kann. Dann machen Sie das Abendritual vor dem zu-Bett-gehen so wie immer und bringen Ihren Sohn dann in sein Bett. Sagen Sie ihm Gute Nacht, seien Sie selber ganz bestimmt und ruhig bei der Sache, denn Sie werden es schaffen können, wenn Sie sich dies ganz fest vornehmen, und dann rate ich Ihnen, ihn nicht alleine in seinem Zimmer zu lassen, sondern im Zimmer oder davor- auf alle Fälle so, daß er sie sehen kann, zu bleiben ohne daß Sie ab jetzt noch ein Wort mit ihm sprechen oder ihn beachten. Nehmen Sie sich ein Buch und lassen Sie ihn schreien- Sie sind da, es kann nichts passieren. Sollte er vor lauter Schreien brechen, so machen Sie ihn kommentarlos sauber aber lassen ihn in seinem Bett, setzen sich dann wieder hin und schenken ihm keine Beachtung mehr. Ich habe das mit meinem Sohn so gemacht, nachdem ich mir nicht mehr zu helfen wußte-er war zu dem Zeitpunkt 2-, er hat bis vier Uhr morgens geschrien. Ab dann gab es nie ein Problem mehr mit dem Einschlafen. Vielleicht könnte es auch bei Ihnen klappen, meine entscheidende Hilfe war, daß ich ihn nicht alleine lassen konnte und da er sich jedes Mal, wenn wir reingingen, wieder von vorne reingesteigert hat, hatten wir es auf diese Art und Weise sozusagen an einem Stück, womit ich auch gut zurecht gekommen bin. Bleiben Sie bei allem, was Sie tun, ruhig und bestimmt, mit dem Ziel vor Augen und v.a. Ihr Mann darf sich dann, wenn er es nicht mittragen möchte, auf keinen Fall einmischen!
Mit freundlichen Grüßen

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