Themenbereich: Vorsorgeuntersuchungen

"Wie groß die Gefahr einer Fehlgeburt bei einer Fruchtwasserunters.?"

Anonym

Frage vom 06.05.2002

Ich bin in der 8. Woche schwanger, habe schon 2 Kinder 1.= 12Jahre 2. = 5Monate. Ich bin 34 Jahre alt, nun möchte eventuell eine Fruchtwasseruntersuchung machen. Meine Sorge ist, dass ich dadurch eine Fehlgeburt haben könnte. Letztes Jahr als ich mit meinem Sohn schwanger war hatte ich keine machen lassen, aber jetzt ??? Wie groß ist die Gefahr für eine Fehlgeburt und wodurch wird die bei der Fruchtwasseruntersuchung ausgelöst?
MFG

Anonym

Antwort vom 07.05.2002

Da Ihr Kleiner erst fünf Monate alt ist, wird sich Ihr Risiko im letzten Jahr nicht sehr erhöht haben, daher ist es jetzt auf Grund des Alters nicht eher angeraten diese Untersuchung zu machen, als vor einem Jahr. Es gibt Studien, die besagen, dass die Fehlgeburtsrate zwischen 0,8 und 1,3% der Fälle liegt. Die Komplikationen sind bei einer sogenannten Amniozentese Blasensprung, Infektionen, Blutungen und Wehentätigkeit, selten werden auch die Babys mit der Spritze verletzt. Wobei die Abortrate sehr stark von der Sicherheit und Erfahrenheit Ihres Arztes abhängt. Manche sagen auch, dass ein solcher Eingriff die Psyche des Babys beeinflussen kann. Eine andere negative Seite der Fruchtwasseruntersuchung ist, dass hier nicht alle Fehlbildungen erkannt werden, nur die Chromosomenanomalien, verschiedene Erbkrankheiten und Enzymdefekte können hier bestimmt werden. Ein positives Ergebnis bei dieser Untersuchung ist daher noch immer kein Garant für ein gesundes Kind. Wenn Sie sich sicher sind, ein behindertes Kind nicht haben zu wollen ist diese Untersuchung nach den üblichen Ultraschalluntersuchungen sicherlich das richtige für Sie, falls Sie bei einem „negativen“ Ergebnis jedoch Ihr Baby trotzdem behalten möchten, hat diese Untersuchung keine Konsequenz für Sie und in diesem Falle wäre das Risiko meines Erachtens zu groß.

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