Themenbereich: Babyernährung allgemein

"Wie bei einem Frühchen mit Beikost beginnen?"

Anonym

Frage vom 06.05.2002

Mein Sohn kam am 20.08.2001 in der 30.SSW (1350g 38 cm) zur Welt. Während des Klinikaufenthaltes bekam er die MuMi über eine Magensonde verabreicht. Seitdem wir zu Hause sind stille ich ihn. Seit ca. 3 Wochen bekommt er mittags Möhrenbrei. Ich möchte ihm jetzt auch abends einen Brei geben - ist das zu früh? Allergiegefährdung besteht, also vorerst keine Kuhmilch. Was könnte ich ihm füttern oder sollte ich generell weiter stillen? Er wiegt jetzt fast 7 kg und ist 64 cm groß.

Anonym

Antwort vom 07.05.2002

Da Ihr Sohn schon acht Monate alt ist, besteht meines Erachtens nach kein Grund nicht langsam mit der Beikost zu beginnen bzw. schon zu steigern. Bei Frühchen rechnet man – zumindest bei so sehr kleinen Frühchen – die Wochen bis zum ET immer noch hinzu. Da Ihr Sohn 10 Wochen zu früh gekommen ist, sollten Sie auch ungefähr erst mit dem achten Lebensmonat mit der Beikost beginnen, so wie es auch getan haben. Wenn Ihr Sohn seit drei Wochen Karottenbrei isst und gut verträgt können Sie langsam die nächste Breimahlzeit am Abend einführen oder am Mittag zusätzlich zu den Karotten etwas Kartoffel anbieten. Geben Sie ihm am Abend dann vielleicht einen Reisschleim mit Muttermilch (vielleicht ist noch tiefgefrorene da) oder HA-Milch an. Natürlich können Sie auch Ziegenmilch oder Stutenmilch geben, da dies bei Allergikerkindern auch empfohlen wird. Grundsätzlich können Sie aber durchaus noch so lange weiterstillen, wie Sie und Ihr Sohn es möchten. Es gibt viele Mütter, die noch nach dem ersten Geburtstag eine morgendlich Stillmahlzeit beim schmusen im Bett einlegen. Vielleicht interessiert Sie zu dem Thema Ernährung die Broschüre des Forschungsinstitutes für Kinderernährung in Dortmund (www.fke-do.de) : „Ernährung von Kleinkindern und Säuglingen“.

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