Themenbereich: Schwangerschaft allgemein

"Angst vor Fehlgeburt - wie begegnen?"

Anonym

Frage vom 26.08.2002

ich bin nun Anfang der 10 SSW und bin so sehr in Sorge wegen einer Fehlgeburt, dass ich keine ruhige Minute habe (ich hatte bereits eine, neben 3 völlig normalen Schwangerschaften!)! Beim letzten Mal war es so, dass ich gar keine Blutungen oder sonstige Beschwerden hatte. Es wurde bei einer Routineuntersuchung festgestellt. Mein nächster Arzttermin ist erst in 3!!! Wochen, der Arzt ist leider im Urlaub. Eine Hebamme, die Vorsorge macht, finde ich hier nicht und ich halte diese Zeit einfach nicht aus. Vielleicht ist es wieder so, dass ich erst Wochen später dann erfahre (per Ultraschall), dass ich gar nicht mehr schwanger bin? Bisher haben meine Brüste auch immer etwas gespannt, heute morgen war es plötzlich nicht mehr da....jede Kleinigkeit macht mir Angst. Wie kann ich denn spüren, ob alles in Ordnung ist?

Antwort vom 27.08.2002

Ich kann Ihre Unruhe sehr gut verstehen nach Ihrer Vorerfahrung mit der Fehlgeburt. Noch ist Ihr Baby so klein, dass Sie keine Kindsbewegungen fühlen können, so dass Sie keine „Rückmeldung“ spüren im Dialog mit Ihrem Ungeborenen. Das Nachlassen der Spannung in den Brüsten braucht Sie nicht zu beunruhigen, da sich der Körper immer mehr an die Schwangerschaft angepasst hat, lässt dieses Gefühl nach, vielleicht können Sie sich von Ihren anderen Schwangerschaften noch daran erinnern? Wenn Sie an Ihre „normalen“ Schwangerschaften zurückdenken, fällt Ihnen bestimmt das eine oder andere wieder ein, womit Sie sich und Ihrem Baby etwas Gutes getan haben. Ich erinnere mich z.B., dass ich mich am Ende eines anstrengenden Tages einfach hingelegt habe, auf mich und mein Kind im Bauch konzentriert, evtl. den Bauch mit einem feinen Körperöl mehr gestreichelt als massiert habe und meinem Kind in Gedanken etwas erzählt habe, z.B. wie der Tag war, ob ich gut oder schlecht drauf bin, wie schön wir es zusammen schon haben und haben werden, wenn es da ist,... Sie haben sicher auch solche Erlebnisse aus Ihren Schwangerschaften, Sie können ja vielleicht auch Ihre „Großen“ in irgendeiner Form mit in diese Kuschelstunde einbeziehen. So können Sie Ihrem Kind und auch sich selbst viel geben und vielleicht auch dabei ein bisschen ruhiger werden und die Dinge einfach auf sich zukommen lassen. Wenn Sie keine Hebamme finden, die Vorsorge durchführt, so schauen Sie mal nach einer, die Schwangerenberatung macht oder rufen Sie einfach eine an, und fragen Sie, ob sie eine Kollegin weiß, die für Sie in Frage käme. Es täte Ihnen sicherlich gut, wenn ein „Fachmensch“ für Sie mal richtig Zeit hätte! Falls Ihnen die Zeit bis zum nächsten Arztbesuch zu lang wird, suchen Sie die Vertretung auf; oder vielleicht haben Sie auch einen Allgemeinarzt/ärztin, dem Sie vertrauen. Ansonsten versuchen Sie, sich auch ein wenig abzulenken und sich auf andere Dinge einzulassen, sonst kostet Sie das alles zu viel Kraft. Ich hoffe, dass ich Ihnen ein bisschen helfen konnte und wünsche Ihnen alles Gute!

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