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"Mit 6M Lauflernhilfe? Gesund?"

Anonym

Frage vom 07.01.2003

Mein Sohn (6 Monate) sitzt gerne in seiner Lauflernhilfe und läuft damit rückwärts. Wenn man ihn wieder rausnimmt fängt er an zu schimpfen. Jetzt habe ich gehört, das Lauflernhilfen nicht gesund sein sollen. Stimmt das? Wenn ja, wielange sollte mein Kind darin sitzen, ohne das es irgendwelche Auswirkungen auf die spätere Entwicklung hat?
Mein Kind will auch nicht mehr liegen, sondern nur noch stehen oder sitzen. Ist das in dem Alter noch gefährlich für die spätere Entwicklung? Im vorraus Danke.

Anonym

Antwort vom 08.01.2003

Durch z.B. eine Lauflernhilfe wird der Körper in eine aufrechte Position gebracht, in die sich das Kind von alleine noch nicht in der Lage wäre hineinzubegeben. Damit ist es sozusagen eine unphysiologische Haltung und das Kind sollte nicht über längere Intervalle am Stück in dieser Position bleiben. Die Lauflernhilfe sollte also keine alternative Art sein, das Kind <unterzubringen> abgesehen davon, daß es auch gefährlich sein kann, wenn z.B. das Kind die Treppe damit hinunterfällt. Meiner Meinung nach sollte ein Kind darin nie länger als zwei Stunden sitzen. Es hemmt eben auf der anderen Seite auch die Möglichkeiten des Kindes selbst, sich aus eigener Kraft fortzubewegen und auf die Art und Weise, wie es dies tun kann ohne Hilfestellung. Im Alter von sechs Monaten beginnt das Kind sich aus der Bauchlage heraus aufzustützen um dann über die Seite durch eine Stützbewegung zum Sitzen zu kommen. Mit sieben Monaten kann es dann alleine, gestützt von seinen beiden Händen, sitzen- wackelig- und erst mit etwa zehn Monaten hat es dann das Gleichgewicht gefunden und kann selbständig sitzen. Jedes Kind ist von seinem Temperament her unterschiedlich- es gibt Kinder, die eher frustriert sind, wenn die motorischen Fähigkeiten noch nicht ganz ausreichen, um die Umgebung in dem Radius zu erkunden, wie sie es gerne hätten. Ist Ihr Sohn in der Lage gestützt mit Kissen z.B. zu sitzen, so können Sie ihn in einen Wipper oder auch in einen Hochstuhl sezten. Jedoch sollte er die Möglichkeiten des Fortbewegens durch seine eigene Kraft selbst entdecken können und auch den Weg dorthin. Diese Entwicklung geschieht nach einem ganz bestimmten Muster und ist individuell im Tempo von Kind zu Kind. Wenn es Ihrem Sohn körperlich zu anstrengend wird, sollte er ebenfalls in der Lage sein, sich selbst in eine andere Position zu bringen bzw. dies zu signalisieren- spätestens dann aus der Aufrechten herausnehmen.
Wenn Sie sich sehr unsicher sind, was die motorische Entwicklung Ihres Kindes betrifft, so wenden Sie sich bitte an einen Krankengymnastik bzw. können Sie dort ebenfalls gezielt Hilfestellung bekommen, wie Sie Ihren Sohn in seiner körperlichen Entwicklung positiv unterstützen können.
Mit freundlichen Grüßen

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