Themenbereich: Schlafen

"Mit 18M plötzlich Durchschlafprobleme - was tun?"

Anonym

Frage vom 04.02.2003

Unsere Tochter ist jetzt 18 Monate alt und wir hatten bisher keine größeren Probleme mit dem Ein- und Durchschlafen. Nur vor ca. einer Woche ist unsere Tochter nachts um zwei Uhr wach geworden und hat panisch geschrien. Sie konnte auch nicht nach mehrmaligen Beruhigen wieder in den Schlaf finden, so dass wir sie mit in unser Bett nehmen mussten, wo sie dann nach einiger Zeit auch wieder einschlief. Seitdem schreit sie sobald man sie ins Bett legt. Es muss dann immer jemand eine Weile neben dem Bett stehen bleiben bis sie sich beruhigt hat und fast eingeschlafen ist. Sobald sie merkt, dass man weggehen möchte, steht sie auf und schreit. Auch nach längerem Schreien beruhigt sie sich nicht von allein, es wird eher schlimmer. Oft müssen wir uns aus dem Zimmer schleichen und die Tür etwas offen lassen, damit Licht ins Zimmer fällt. Auch wird sie jetzt wieder jede Nacht wach und schreit, so dass wir sie mit zu uns nehmen müssen. Wir mussten schon das Babyreisebett in unserem Schlafzimmer aufbauen, damit wir selbst noch zum Schlafen kommen. Welche Ursache können diese ständigen Schreiattacken haben und haben Sie eventuell einen Tipp für uns, das Problem in den Griff zu bekommen? Kann es unter Umständen auch an Zahnungsschwierigkeiten liegen? Sie hat nämlich noch keine Backenzähne, die jetzt eigentlich kommen müssten.

Antwort vom 05.02.2003

Das Zahnen kann immer ein Grund sein für Schlafprobleme, auch dieses plötzliche Schreien spricht dafür. Was allerdings dagegen spricht ist die Angst, die Ihre Kleine hat, überhaupt schlafen zu gehen. In diesem Alter fangen die Kinder an, ein Bewusstsein für „Getrennt-sein“ zu entwickeln, was einerseits reizvoll und spannend ist (man kann sich verstecken/ von der Mama auf eigene Faust entfernen...), andererseits aber Angst macht (ich bin ganz allein). Dazu kann kommen, dass Ihre Tochter sich vielleicht mit schlechten Träumen herumquälen muss. Was helfen kann sind feste Einschlafrituale, die jeden Tag gleich ablaufen, das gibt Sicherheit. Wenn Sie es sich vorstellen können, nehmen Sie Ihre Kleine ruhig vorübergehend mit ins Elternschlafzimmer. Es ist wichtig, dass sie sich nicht allein gelassen fühlt. Es gibt ein schönes Buch „Kinder reisen durch die nacht“ von Ulrich Rabenschlag (Herder Verlag), vielleicht finden Sie da Anhaltspunkte, wie Sie Ihrer Tochter in dieser Phase helfen können, ohne dass Sie selbst, Ihr Schlaf und Ihre Partnerschaft allzu sehr darunter leiden... Alles Gute!

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