Themenbereich: Babyernährung allgemein

"Fenchelhonig bei Säuglingen?"

Anonym

Frage vom 17.02.2003

Hallo Liebes Hebammenteam,
was halten Sie von Fenchelhonig bei einem Säugling. Meine Schwiegermutter meint immer das sollte man auf den Schnuller machen das und es wäre gut gegen Bauchweh.

Anonym

Antwort vom 17.02.2003

Es wird von Honig in der Säuglingsernährung abgeraten, da hier die Gefahr einer bakteriellen Infektion besteht. Honig kann einen Erreger beininhalten, der bei Erwachsenen keine Auswirkungen hat, bei Säugligen allerdings in Ausnahmefällen zu schweren Erkrankungen führen kann. Kinder im ersten Lebensjahr sollten daher ohne Honig und auch ohne mit Honig angereicherte Gemüse- oder Obstsäfte ernährt werden.
Unterstützende Maßnahmen bei Blähungen: Eine sanfte Bauchmasse im Uhrzeigersinn, also nach dem Verlauf des Dickdarmes, mit einem Öl aus Fenchel-Kümmel, regelmäßig mehrmals täglich z.B. bei jedem Windeln. Wärme in Form eines Kirschkernkissens- dieses gibt eine feuchte Wärme ab, die sich lange hält- bitte nicht auf die nackte Haut, sondern eben auf den Bauch eines angezogenen Kindes legen. Wärme in Form einer Wollhose, die den gesamten Rumpf des Körpers bedeckt. Wolle wärmt und ist gleichzeitig auch temperaturregulierend, so daß kein Hitzestau entstehen kann. Eine solche Wollhose gibt zudem eine enge Begrenzung bzw. einen allgemeinen Halt für den gesamten Bauch. Durch die Wärme können das Abgehen von Winden gefördert und erleichtert werden als auch wird das gesamte Befinden des Kindes durch einen warm gehaltenen Rumpf und damit der Kerntemperatur des Kindes selber positiv unterstützt. Verdauungsunterstützend ist die Gabe eines Fenchel-Kümmel , auch mit Zusatz von Anis, Tees. Ein solcher Aufguß-1 Teelöffel auf eine Tasse heißes Wasser zehn Minuten ziehen lassen- kann dem Kind schluckweise in Form eines Löffels vor den Stillmahlzeiten gegeben werden, die Säuglingsnahrung bei Flaschenkindern kann damit zubereitet werden oder der Tee kann als zwischendurch per Flasche gegeben werden. Die sog. Fliegerhaltung wirkt entkrampfend auf die Bauchmuskulatur des Kindes und erleichtert die Phase der Blähungsschmerzen. Dabei liegt das Kind bäuchlings über dem Unterarm, der Kopf ruht in der Armbeuge der Person, die das Kind hält, die Arme und Beine baumeln rechts und links des Unterarms locker, so daß der Rücken des Kindes rund ist. In dieser Position kann sich das Kind gut entspannen, es ist für die Person, die das Kind hält, auch eine nicht verkrampfte Art, das Kind zu halten und ruhig hin und her zu wiegen. Eine Variation dieser Position ist im Sitzen, das Kind bäuchlings über die Oberschenkel zu legen, oder auch z.B. selber dabei auf einem Pezziball zu sitzen und sanft auf- und ab zu wippen. Auch, wenn das Kind über die Schulter gelegt wird, sollte darauf geachtet werden, daß der Bauch dabei rund ist, der Kopf hoch auf bzw. über der Schulter liegt und die Arme baumeln können. Auf ein ausreichendes Bäucherchen zwischen als auch nach den Mahlzeiten ist unbedingt zu achten. Bei der Zubereitung der Flaschennahrung ist darauf zu achten, daß sich nach dem Schütteln die Luftblasen gelegt haben. Sollte das Wasser relativ kalkhaltig sein, so probieren Sie mal abgepacktes Wasser zur Herstellung von Säuglingsnahrung, um zu prüfen, ob die Bauchschmerzen dann besser sind. Bei gänzlicher Nicht-Verträglichkeit der jeweiligen Nahrung ist eher Durchfall angesagt, allerdings können Sie dies nochmals mit Ihrem zuständigen Kinderarzt besprechen. Tipps zu Ernährung in der Stillzeit: Meiden sollten Sie die Dinge, von denen Sie oder der Vater des Kindes Blähungen bekommt oder auf die Sie und der Vater allergisch reagieren. Auch stark blähende Gemüsesorten sollten Sie möglichst in den ersten Wochen meiden, da hier manche Kinder sehr sensibel sind. Manche Kinder bekommen auch von zu viel Fruchtsäure (Apfelsinen, etc.) einen wunden Po. Manche Kinder werden von Koffein und Teein sehr unruhig, andere vertragen Pfefferminz- und Hagebuttentee nicht so gut. Probieren Sie einfach alles vorsichtig aus. Falls Sie noch Fragen haben, melden Sie sich bitte. Mit freundlichen Grüßen

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Kommentare zu "Fenchelhonig bei Säuglingen?"
dickerbauch
Gelegenheitsclubber (12 Posts)
Kommentar vom 04.10.2013 21:19
Hilfe...
Mein Kleiner (9 Monate) hatte sich vor 2 Woche eine Mittelohrentzündung eingefangen, die haben wir mit heißen Zwiebel aufs Ohr wegbekommen er hatte aber auch die Nase zu. Und die hat er immer noch er bekommt trotz Nasivin Abends schlecht Luft. Nun hat mir meine Tagemama Babix empfohlen, was auch schon in seinem Zimmer hängt. Ich würde ihm gerne Zwiebelsaft machen das wird ja mit Zucker oder Honig gemacht nun meine Frage kann ich bzw. soll ich Flechtenhonig oder Fenchelhonig nehmen? Seit heutige hustet er auch mehr und essen ist echt schlecht, da laut Ärztin sein Hals wieder Rot ist.Wäre nett wenn mir jemand einen Tipp gibt. Danke schon mal. Lg Dickerbauch (naja nun nicht mehr)

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