Themenbereich: Schwangerschaftstest

"Fehlgeburt - Probleme mit dem FA - was tun? wie verhalten?"

Anonym

Frage vom 21.02.2003

Liebe Hebammensprechstunde,
da ich momentan nicht mehr weiter weiß wende ich mich heute mit meinem Problem an Sie.
Ich war Schwanger. Meine letzte Periode begann am 17.12.02. Am 20.01. hatte ich leichten bräunlichen Ausfluß. Am 23.01.02 begann eine geringe Blutung. Daraufhin suchte ich am 24.01. den Frauenarzt auf. Der meinte ich sei sicher nicht Schwanger. Da ich aber darauf bestand (ich hatte alle körperlichen Anzeichen meiner ersten Schwangerschaft: geschwollene Schamlippen, heftiger Juckreiz, ziehen im Unterbauch..) machte er eine Blutuntersuchung. Am 31.01. teilte er mir telefonisch mit, daß ich sicher Schwanger sei und er sich nun doch Sorgen mache. Ich hatte anhaltend Blutungen. Seit dem 29.01 sogar heftiger. Am 3.2. untersuchte er mich. Da das Ultraschallgerät belegt war nahm er das Kleine (wie schon bei der ersten untersuchung) und meinte ich hätte eine Fehlgeburt gehabt. Es müsse aber keine Ausschabung erfolgen weil bei so frühen Fehlgeburten davon auszugehen sei, daß alles rausblutet. Ich war am Boden zerstört. Wir wünschen uns nämlich schon lange ein zweites Kind. Nun hielten die Blutungen in leichter Form noch bis zum 5.2. an. Bis heute habe ich immer noch dieses leichte Ziehen. Auch der Juckreiz und die Schwellung der äußeren Schamlippen gehen nicht zurück. Da der Arzt einen Test gemacht hat kann ich wohl eine Pilzinfektion ausschließen. Gestern abend lag ich nun in der Badewanne und war total entspannt. Als ich auf meinen Bauch sah war ich völlig irritiert. Er bewegte sich im Takt eines Herzschlages. Zunächst dachte ich ich spinne jetzte total. Dann habe ich überlegt, ob dies mein eigener Herzschlag sein kann. Ich habe tief durchgeatmet den Bauch rausgestreckt und mich wieder entspannt. Da war es wieder da. Ich legte meine Hand auf den Bauch - die bewegte sich gleichmäßig mit. Was halte ich nun davon? Kann es sein, daß ich von einer Fehlgeburt übergangslos in eine Scheinschwangerschaft gerutscht bin? Spielen mir meine Sinne einen Streich? Bin ich total übergeschnappt? Oder kann es sein, daß mein Arzt da etwas übersehen hat? Ich mag im Moment gar nicht mehr in die Praxis gehen. Da er zuerst meinte ich bilde mir die Schwangerschaft nur ein, dann lapidar fest stellte ich sei Schwanger und ein paar Tage später nach einem kurzen Blick mit dem kleinen Ultraschall sagte, daß ich das Baby verloren habe fühle ich mich nicht mehr so sehr ernst genommen.
Wozu raten Sie mir? Ich hatte schon überlegt mir einen Schwangerschaftstest zu kaufen. Da ich aber nicht weiß wie lange sich die Hormone im Körper halten habe ich Angst davor, daß er positiv ausfällt, ich in Euphorie gerate und dann doch wieder nichts ist. Wann müßte ich wieder mit einer Periode rechnen können? Vor der Schwangerschaft hatte ich trotz nächtlichem Stillen meiner Tochter seit Mai letzten Jahres einen regelmäßigen Zyklus von 27 Tagen.

Über eine Antwort von Ihnen würde ich mich sehr freuen.

Herzlichst

Anonym

Antwort vom 21.02.2003

Sie müssen Gewißheit und Klarheit über Ihren Zustand haben. Erst dann, werden Sie für sich sicher sein- bin ich nun schwanger oder bin ich nicht mehr schwanger. Sie befinden sich in einer sehr sensiblen und schwierigen Phase, die zum Einen hormonell bedingt sein kann, zum weitaus größten Anderen Teil jedoch auf der seelischen Ebene begründet liegt. Erst wenn Sie eine ganz klare Aussage haben, die Sie auch als eine Solche annehmen können, werden sich Ihre Gedanken und Stimmungen in eine Bahn lenken und für Sie zu verarbeiten sein. Ich rate Ihnen, sich an einen zweiten Frauenarzt zu wenden, der eine klare Aussage darüber macht, ob Sie nun schwanger sind oder nicht. Was Sie unbedingt brauchen ist eine Person Ihres Vertrauens- eine Hebamme, eine Freundin, Ihre Mutter... Diese Person kann- wenn Sie sich selbst dazu nicht in der Lage fühlen- einen Termin machen und soll Sie dorthin begleiten! Von Ihrem jetzigen FA können Sie keine Aussage mehr annehmen, weil Sie unsicher sind. Von einem eigenen SS-Test rate ich Ihnen unter diesen Umständen ab. Obwohl dieser Schritt für Sie vielleicht schwer sein wird, sollten Sie ihn tun, denn nur dann werden Sie Gewißheit bekommen.
Mit freundlichen Grüßen

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