Themenbereich: Schlafen

"Schlafprobleme infolge Zahnen - wie reagieren?"

Anonym

Frage vom 26.02.2003

Liebes Hebammenteam!

Mein Sohn (fast 9 Monate alt) schlief eigentlich immer ganz gut. Er bekommt um 19h30 seine letzte Mahlzeit und dann schlief dann von 20h bis gegen 4h, bekam dann noch mal die Brust und dann schlief er noch einmal bis 7h/7h30. Seit einigen Wochen jedoch sind unsere Nächte ziemlich unruhig. Er wird nachts 3-4 mal laut schreiend wach und läßt sich nur schwer beruhigen. Zudem ißt er tagsüber sehr schlecht. Philipp ist seit Wochen schon erkältet und zahnt. Die oberen Schneidezähne sind kurz (hoffentlich) vor dem Durchbrechen. Kann das zusammen die Schlafprobleme auslösen und kann ich auf Besserung hoffen, wenn die Zähne durch sind? Meine Kinderärztin meint, ja. Meine Hebamme meint, ich solle aufpassen, daß Philipps Nachtgeschrei nicht zur Gewohnheit wird und ich solle ihn auch mal schreien lassen. Da in jedem Ratgeber was anderes zum Thema Schmerzen und Schlafprobleme beim Zahnen steht, weiß ich nicht so recht, wie ich auf die nächtlichen Störungen reagieren soll. Natürlich möchte ich nicht, daß diese Nächte zum Dauerzustand werden und Philipp glaubt, es sei normal, brüllend aufzuwachen. Ich möchte aber auch nicht sein Schreien ignorieren, wenn er wirklich Schmerzen hat oder sich unwohl fühlt. Wie stehen Sie zu diesem Thema?

Anonym

Antwort vom 26.02.2003

Das Eine schließt das Andere nicht aus- in einer Phase, in der sich das Kind unwohl fühlt, Schmerzen hat, krank ist, braucht es und sucht es vermehrt Geborgenheit, Sicherheit, Körperkontakt, hat u.U. ein gesteigertes Saugbedürfnis-je nach Kind und Alter- bzw. sucht Hilfestellung, um sich selbst zu beruhigen und sich dadurch Linderung zu verschaffen. Ein solcher Zustand ist eben eine Phase mit einem Anfang und einem Ende. In dieser Zeit sind die Verhältnisse für das Kind anders, Sie haben einen anderen Rhythmus zusammen. Die Kinder nehmen- je länger diese Zeit dauert- andere Gewohnheiten an. Diese sollten nach Ende der Zeit, wenn die Kinder wieder wohlauf sind, in den <alten> gewohnten Rhythmus umgestellt werden. Damit haben manche dann ein Problem bzw. ist wieder mal eine Umstellung von nöten, die u.U. nicht ohne Protest des Kindes selbst einhergeht. Die Schneidezähne können relativ lange Zeit in Anspruch nehmen und sind meistens auch unangenehm für das Kind selbst. Sie selbst kennen Ihr Kind am Besten um beurteilen zu können, was er für Bedürfnisse hat. Wenn Sie meinen, daß es ihm besser geht, so müssen dann allerdings auch Sie dafür sorgen, daß sich diese Gewohnheiten- mit dem Nachts mehrmals aufwachen- auch ändern. Dazu- falls Sie Hilfestellung brauchen- ist eine ruhige Konsequenz nötig(zu empfehlen das Buch <Jedes Kind kann schlafen lernen).
Mit freundlichen Grüßen

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