Themenbereich: Entwicklung und Erziehung

"Wie einschlafen auf dem Arm mit 9M abgewöhnen?"

Anonym

Frage vom 06.04.2003

Mein Kleiner kam 6Wochen zu früh am Abend oder auch am Tag schläft er nur mit einschaukeln ein am Arm und im Stubenwagen paßt gerade noch. Jetzt ist er 9Monat.Ich möchte Ihm das gern abgewöhnen aber wie.Hab mir das Buch Jedes Kind kann schlafen lernen gekauft.Hab mich auch daran gehalten 5Minuten war das längste wo ich Ihn schreien hab lassen mir hats mein Herz zerissen.Das war so grausig das ich Ihn jetzt doch wieder schaukle.Habs schon mit Gute Nachtlied probiert und mich daneben hingesetzt da schläft er aber auch nicht von selber ein...Mitlerweilen hat er 8700gr und er wird mir zu schwer.Hab auch schon einer Ärtztin im Internet geschrieben die meinte man soll die Kinder nicht schreien lassen das sind Bücher und keine Menschen.Am Arm einschlafen hat noch keinen geschadet nur meiner tut mir weh und das Kreuz auch. Bin immer so begeistert von euren Seiten würde mich auf eine Antwort freuen..Liebe Grüße!!!!!!

Anonym

Antwort vom 07.04.2003

Es gibt nicht unbedingt das Patentrezept, denn, wie die Ärztin ja auch richtig feststellt- es sind eben Menschen- und dementsprechend muß eine jede Situation im Zusammenhang gesehen werden. Dazu gehört v.a. erstmal das Kind selbst und seine Bedürfnisse, das Alter und die Entwicklung des Kindes sind zu berücksichtigen aber auch gehören die Eltern entscheidend dazu, die Familienzusammensetzung-sind z.B. andere Kinder da, wie ist der Tages-und Abendablauf gestaltet etc- und auch die Bedürfnisse der Eltern sind zu berücksichtigen- wie und in welchem Umfang bin ich als Eltern bereit, hier eine Änderung herbeizuführen bzw. Grenzen zu setzen und in welchem Maße kann ich diese dann auch konsequent durchsetzen mit dem Gefühl, das es so in Ordnung ist...Ich meine, das Buch <Jedes Kind kann schlafen lernen> läßt Eltern erkennen und verstehen, welche Wichtigkeiten zu setzen sind, auf was zu achten ist und v.a. wie es umsetzbar gemacht werden kann. Es wird darin ebenfalls betont, daß man ein Kind nicht <einfach schreien lassen soll>. Jedoch sollten die Kinder im entsprechenden Alter lernen können, ohne die Hilfe der Eltern z.B. einzuschlafen. Sie sagen es selbst, er wird zu schwer- damit ist bereits eine natürliche Grenze gesetzt, an der Sie nun entscheiden, wie Sie diese Gewohnheit ändern können bzw. müssen. Es wird von Seiten Ihres Sohnes Protest geben, denn es ist eine Änderung dieser Gewohnheit und er hat ein Recht darauf, Protest einzulegen. Jedoch wird und muß auch er sich an eine Verhaltensänderung gewöhnen und einstellen- so wie Sie auch. Allerdings bestimmen Sie diesen Ablauf und setzen die neuen Richtlinien fest- nicht Ihr Sohn. Also müssen Sie aktiv werden. Setzen Sie sich mit Ihrem Mann hin und entscheiden Sie, wie Sie es machen möchten- Ziel sollte sein, daß Ihr Sohn alleine in seinem Bett einschläft. Sie haben in dem Buch schon mal einen Plan als Vorschlag, den Sie individuell umgestalten können ohne dabei die wesentlichen Punkte zu vergessen. Wenn Sie ihn in sein Bettchen gelegt haben, so nehmen Sie ihn nicht wieder hoch. Lassen Sie die Tür auf und signalisieren Sie, daß Sie da sind. Sie können ruhig immer wieder nach einer bestimmten Zeit, die Sie selbst bestimmen- es müssen nicht fünf Minuten sein, sondern vielleicht alle drei oder vier- immer wieder hineingehen und ihm versichern, daß alles in Ordnung ist, ihn streicheln, um dann wieder hinauszugehen. Das machen Sie so lange, bis er sich beruhigt hat und einschläft. Sie werden sehen, nur wenn Sie ganz sicher und überzeugt hinter dem stehen, was Sie tun, werden Sie den längeren Atem haben und Ihr Sohn wird es merken, daß es so in Ordnung ist und sich schneller mit der neuen Situation abfinden. Sobald Sie selbst unsicher sind, wird es zu diesem Zeitpunkt noch nicht funktionieren! Sie können ihn ja vor dem Zubettlegen wohl noch im Arm schaukeln und singen-machen Sie dies z.B. zum festen Abendritual bevor Sie ihn dann hinlegen. Wenn Sie es nicht schaffen aus dem Zimmer zu gehen, so können Sie z.B. alternativ einfach im Zimmer bleiben, jedoch wortlos und ohne ihn hochzunehmen. Das wird ihm als auch Ihnen wahrscheinlich jedoch schwerer fallen. Wie Sie es drehen und wenden, Sie entscheiden und handeln dann. Ihr Sohn wird sich danach richten.
Mit freundlichen Grüßen

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