Themenbereich: Hebammenbetreuung

"Vorsorge und Geburt nur durch Hebamme möglich?"

Anonym

Frage vom 13.05.2003

Hallo, ich bin zum zweiten Mal schwnger (9. Woche) und habe durch einen Arzt die Schwangerschaft jetzt feststellen lassen. Ich möchte jedoch auf die Vorsorgeuntersuchungen komplett verzichten. Mein Arzt meint, dass gewisse Untersuchungen aber Pflicht sind und er die auch durchführen müsse. Ist dem so ? Und zweitens: ich habe großes Vertrauen zu meiner Hebamme, die mich auch bereits das erste Mal betreut hat. Ab wann muß ich ihr Bescheid geben ? Kann auch Sie, wenn es schon sein muß, die Vorsorgeuntersuchungen durchführen, sodass die ärztliche Überwachung nur im Fall von Komplikationen greift ? Sie dürfen mich nicht falsch vertsehen, ich wünsche mir, wie alle ein gesundes Baby. Aber bei der ersten Schwangerschaft war meine Ärztin (bereits gewechselt) derartig übervorsichtig, hat untersucht und untersucht und überhaupt nicht auf das was ich gesagt habe, Rücksicht genommen, was letztendlich zum Desaster geführt hat, weil ich der Technik und ihr geglaubt habe und nicht mehr meinem eigenem Gefühl. Dieses möchte ich beim zweiten Kind vermeiden. Ich möchte einfach nur spüren wie es wächst ohne dass dieser natürliche Prozess andauernd gestört wird, weil es wieder mal zu klein ist und man sich wieder unnötig verrückt macht.
Zudem soll mein Kind durch eine Hausgeburt zur Welt kommen. Beim ersten Kind hatte ich jedoch einen kleinen Dammriss, der genäht wurde. Was passiert in dem Fall, wenn ich das Kind zu Hause bekomme ? Muß ich dann zum Nähen ins Krankenhaus ?

Anonym

Antwort vom 14.05.2003

Hier kann ich ja nun richtig meine Arbeit als Hebamme-beratend-machen!!!
Sie können sich bereits ab Feststellung der Schwangerschaft an Ihre Hebamme wenden. Bei einem normalen Schwangerschaftsverlauf kann die gesamte Vorsorge durch eine Hebamme geleistet werden. Dies umfaßt u.a. die Ausstellung des Mutterpasses sowie die Bescheinigung des Geburtstermines als auch Beratung über vorgeburtliche Diagnostikmöglichkeiten sowie die Krebsvorsorge bzw. leitet diese Hebamme Sie entsprechend weiter, um die notwendigen Laborparameter- s. z.B. Ihren Mutterpaß der letzten Schwangerschaft- abnehmen zu lassen sowie Sie entsprechend zu überweisen, um die Ultraschallscreening Untersuchungen durchzuführen. Somit ist eine reine Vorsorge durch die Hebamme in der Schwangerschaft bei normalem Verlauf möglich- zusätzlich eines Gynäkologen für die Ultraschalluntersuchungen als auch eines Labors. Aus diesem Grund ist eine Zusammenarbeit der Hebammen im Vorsorgebereich mit einem Gynäkologen sinnvoll und auch notwendig im Sinne einer vollständigen Betreuung der Schwangeren Frau. Es sollte sich ausreichend Zeit für Beratung und Fragen genommen werden. Die Hebamme begleitet Sie und Ihr Kind in Ihrem persönlichen Wachstumsprozeß in der Schwangerschaft und unterstützt Sie in Ihrer eigenen Kompetenz. Auch bei einer sog. Risikoschwangerschaft begleitet die Hebamme die Schwangere Frau zusätzlich zur ärztlichen Betreuung. Da Sie eine Hausgeburt anstreben, ist es sehr wichtig, daß Sie möglichst frühzeitig bzw. rechtzeitig mit Ihrer Hebamme in Verbindung treten. Sie ist die direkte fachlich kompetente und qualifizierte Ansprechpartnerin für Sie, mit der Sie diese Fragen ausführlich besprechen sollten. In der Regel versorgt eine Hebamme bei einer Hausgeburt evtl. Dammrisse selbst.
Mit freundlichen Grüßen

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