Themenbereich: Vorsorgeuntersuchungen

"Kind auf Mongolismus testen?"

Anonym

Frage vom 15.05.2003

Wie ratsam ist es in meinem alter (21 Jahre) ohne erbliche Vorbelastungen mein Baby (6 Wochen)auf Mongolismus zu testen?? Macht man sowas nicht erst bei Frauen ab 35????

Danke und Gruß

Anonym

Antwort vom 16.05.2003

Besondere Untersuchungsmethoden in der gesamten Schwangerschaft werden dann nötig, wenn bei dem ungeborenen Kind aufgrund der Vorgeschichte oder eines aktuellen Befundes mit Schäden oder Gefahren zu rechnen ist. Eine genetische Beratung sollte erwogen werden bei Frauen über 35 Jahren oder wenn aufgrund der Familienvorgeschichte der Verdacht auf eine genetisch bedingte Erkrankung besteht u .a. Die Mutterschaftsrichtlinien sehen drei Ultraschalluntersuchungen vor. Der zweite Ultraschall zwischen der 19.-22- Schwangerschaftswoche beinhaltet u.a. die Fehlbildungsdiagnostik. Hier wird u.a. festgestellt, ob die Körperaußenkonturen unauffällig sind, besonders im Nackenbereich, da insbesondere z.B. bei der Trisomie 21 bzw. dem Mongoloismus eine Nackenfalte sichtbar ist. Sollten sich hier Auffälligkeiten ergeben, so ist z.B. noch eine Fruchtwasseruntersuchung in der zweiten Schwangerschaftshälfte möglich, um eine genaue Abklärung zu haben. Grundsätzlich möchte ich dazu bemerken, daß jede Untersuchung in der Schwangerschaft, v.a. die vorgeburtliche Diagnostik zur Feststellung von genetischen Krankheiten, immer eine umfassende Beratung voraussetzt als auch, daß immer die Frau selbst die Entscheidung für oder wider einer solchen zu treffen hat.
Mit freundlichen Grüßen

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