Themenbereich: Geburt allgemein

"Stammzellen aus der Nabelschnur"

Anonym

Frage vom 22.09.2003

Ich habe schon häufiger gehört, dass man Stammzellen aus der Nabelschnur entnehmen kann und dies vorteilhaft für das Kind sein kann.
Inwiefern ist es für das Kind nützlich, wie sehen ungefähr die Kosten dabei aus und welche Krankenhäuser bieten dies an?
Danke

Antwort vom 24.09.2003

Hallo,
Krankenhäuser bieten an sich die Stammzellenentnahme nicht an, sie führen sie jedoch durch, wenn die Eltern dies wünschen. Dafür müssen Sie sich vorher mit dem Institut, das die Stammzellen aufbewahrt in Verbindung setzen und einen Vertrag darüber abschließen. Alles weitere erfahren sie dort über das Prozedere. Jede Klinik übernimmt dann die eigentliche Entnahme und den Versand für Sie. Es gibt noch keine Krankheit, für die jetzt sicher wäre, dass sie bei Ihrem Kind mit den eigenen Stammzellen zu behandeln wäre. Bei vielen in der Diskussion darüber genannten Krankheiten wird diskutiert, dass es besser ist fremdes Blut zu nehmen, da das eigene die gleichen Gene und damit auch die Anlage zu Krebs und anderem enthält. Es gibt zwei große Firmen, die die Lagerung anbieten, wovon eine doppelt so teuer ist, wie die andere, die ihren Sitz in Belgien hat (Cryo-Cell).
Ich halte die ganze Sache für ein großes Geschäft mit der Angst der Eltern, die befürchten nicht alles was möglich ist für Ihr Kind zu tun. Weitere Argumente dagegen sind: Die entnommene Blutmenge ist sehr klein, es gibt keinerlei Sicherheit dafür, dass die Firma nicht pleite geht, auch wenn die Blutentnahme nicht klappt, was oft der Fall ist, weil einfach nicht genug Blut entnommen werden kann, müssen Sie einen nicht unbeträchtlichen Teil zahlen. Ich kann Ihnen die Kosten nicht genau sagen, sie lagen immer so zwischen 1500 und 3000 DM. Sinnvoll dagegen ist, wenn Sie einwilligen, dass Blut aus der Nabelschnur zu Forschungszwecken benutzt wird. Die Wahrscheinlichkeit, dass Fremden damit geholfen werden kann ist weitaus größer, als dass das Blut für das eigene Kind mal wichtig sein könnte.
Alles Gute, Monika Selow

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