Themenbereich: Babyernährung allgemein

"5 Monate Muttermilch ist in jedem Fall genau „das Richtige“ für Kinder diesen Alters"

Anonym

Frage vom 28.10.2003

Hallo liebes Hebammenteam! Mein Sohn ist in ein Paar Tagen 5 Mon. alt und wir haben jetzt seit 4 Tagen mit der Beikost angefangen und zwar bekommt er jetzt so zwischen 4 und 5 Uhr einen Griesbrei. Wir haben angefangen weil er bereits so viel Interresse an unserem Essen zeigte das er sich sogar schon von unserem Teller bedienen wollte. Außerdem kam er die letzte Zeit immer häufiger und wollte an der Brust trinken und hat gemotzt wenn dann nichts mehr kam. Außerdem bin ich von den Großeltern auch schon fast dazu überredet worden jetzt doch endlich damit anzufangen, der Bub braucht doch endlich was richtiges zu essen sagten sie weil er immer häufiger weinte. Jetzt hat er seit 2 Tagen Blähungen und kam in der 3.Nacht nach Beginn mit der Beikost fast alle 2-3 Std. und war wach und hat auch bestimmt 3 mal getrunken, wo er sonst nur 1-2 mal kam und wollte trinken. In der 4.Nacht schlief er zwar wieder etwas ruhiger jedoch hat er die ganze Nacht Bumse gelassen. Kommt das vom Zufüttern? Gibt sich das wieder oder ist das ein Zeichen das er den Brei nicht verträgt. Müssen wir deshalb etwas anderes geben oder mit einer anderen Zeit anfangen oder sogar ganz wieder aufhören, war es doch zu früh. Ich muß noch dazu sagen das ihm der Brei aber sehr gut geschmeckt hat und er gar nicht genug davon bekam.

PS. Bitte antwortet diesmal ohne Namen! Beim letzten mal stand in der Antwort mein Name. Das war nicht so schön.

Anonym

Antwort vom 28.10.2003

-Säuglinge können gerne 6 Monate voll gestillt werden. Muttermilch ist in jedem Fall genau „das Richtige“ für Kinder diesen Alters. Wenn Sie wollen und Ihr Sohn gut gedeiht, können Sie guten Gewissens weiter stillen und mit der Beikost später anfangen. Sollten Sie jetzt mit der Beikost fortfahren wollen, so ist es besser verträglich, wenn Sie zunächst Gemüse statt Griesbrei füttern. Falls Ihr Sohn auf das Gemüse auch mit Blähungen und Unruhe reagiert, sollten Sie das Zufüttern noch hinauszögern. Beginnen Sie mittags (denn dann kann Ihr Sohn noch am Nachmittag verdauen) mit einer Gemüsesorte, die leicht verdaulich ist, z.B. Karotte, Pastinake, Kürbis. Füttern Sie zunächst nur vier oder fünf Teelöffel und steigern Sie die Breimenge von Tag zu Tag um einige Teelöffel. Der kindliche Organismus muss sich langsam an die andere Kost gewöhnen. Bieten Sie Ihrem Sohn eine Woche lang immer das gleiche Gemüse an und fügen in der zweiten Woche ein zweites hinzu (z.B. Karotte mit Kartoffel). In der dritten Woche kommt wieder ein neues Gemüse hinzu u.s.w.. So können Sie beobachten, was Ihr Kind verträgt und worauf es evtl. unangenehme Reaktionen hat. Sie können sich einen Monat Zeit lassen, bis die Mittagsmahlzeit ersetzt ist. Dann starten Sie erst mit einem Getreide-Obst-Brei. Anfangs sind glutenfreie Getreidesorten, wie Hirse, Reis oder Buchweizen als Flocken gut geeignet. Fertigbreie enthalten allermeist sehr viel Zucker und sollten deshalb nicht bevorzugt werden. Griesbrei oder Haferbrei können Sie füttern, wenn Ihr Sohn 10 Monate alt ist und sich schon an die Beikost gewöhnt hat. Dann sind diese Sorten besser verdaulich. Grundsätzlich ist es günstig, Woche für Woche ein neues Lebensmittel einzuführen und Monat für Monat eine Stillmahlzeit durch eine Breimahlzeit zu ersetzen.
In der Broschüre „Gesunde Ernährung von Anfang an “ (Verbraucherzentrale Hamburg, Tel. 040/24832-20, E-Mail: info@vzhh.de ) finden Sie wertvolle und leicht umsetzbare Tipps zur Einführung der Beikost.

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