Themenbereich: Stillen allgemein

"Trinkdauer"

Anonym

Frage vom 07.11.2003

halllo,mein sohn 12 wochen alt trinkt nur noch 3-5 minuten an einer brust,danach ist er oft unruhig und schreit sehr viel,wenn ich nach 2 std. milch abpumpe bekomme ich max.60-80 g, aus der flasche will er die abgepumte milch kaum trinken,meine brüste sind z.zt. auch sehr schlaff.ich trinke sehr viel ,auch milchbildungstee,kann man homäopatisch oder anderweitig ewtas tun um die milchproduktion zu steigern? mein sohn schläft manchmal trotzdem 4 Std.lang ,kann man den hunger auch überschlafen?

Anonym

Antwort vom 07.11.2003

-Zunächst sollten Sie feststellen, ob Ihr Sohn wirklich zu wenig Muttermilch bekommt. Die Trinkdauer erscheint sehr kurz; es kann aber sein, dass er trotzdem genug trinkt und gut gedeiht. Sein gutes Gedeihen erkennen Sie an folgenden Merkmalen: Ihr Sohn hat vier bis sechs nasse Windeln am Tag, und der Urin ist hell und geruchlos. Seine Stühle stinken nicht (Stillkinder müssen nicht täglich Stuhlgang haben. Der Stuhlgang kann auch mal mehrere Tage auf sich warten lassen). Ihr Sohn saugt effektiv an der Brust und schluckt hörbar. Die große Fontanelle ist nicht eingesunken. Ihr Sohn ist rosig und sein Körper warm. Neben unterschiedlich langen Schlafphasen ist er wach und reaktionsfreudig, macht insgesamt einen zufriedenen Eindruck und lässt sich durch verschiedene Maßnahmen beruhigen. Es ist ausreichend, wenn Ihr Sohn etwa 90 - 150 Gramm in der Woche zunimmt. Wenn diese Merkmale zutreffen, können Sie sicher sein, dass er prima gedeiht. Sie können sich für die nächsten vier Wochen eine Babywaage in der Apotheke ausleihen und sein Gewicht wöchentlich kontrollieren. Wenn Ihre Brüste sich derzeit weich anfühlen heißt das nicht unbedingt, dass Sie zu wenig Milch haben. Auch die Menge der abgepumpten Muttermilch gibt keinen sicheren Aufschluss über die tatsächlich vorhandene Milchmenge. Diese kann nämlich wesentlich größer sein als die Menge, die sich nach dem Abpumpen in der Flasche befindet.
Falls Ihr Sohn nicht genug an Gewicht zunimmt, sollten Sie zunächst versuchen, die Dauer der Mahlzeit zu verlängern und bei jeder Mahlzeit beide Seiten anzulegen. Außerdem muss er dann häufiger gestillt werden. Das häufige Anlegen ist die beste Methode, um die Milchmenge rasch zu steigern. Legen Sie vor dem Anlegen einen warmen Waschlappen oder ein warmes Kirschkern- oder Getreidesäckchen auf die Brust und entspannen Sie sich. Das fördert den Milchfluss.
Sie können sich auch an eine Hebamme vor Ort wenden, die Sie individuell beraten und unterstützen kann. Sie kann sich das Trinkverhalten Ihres Sohnes anschauen und gegebenenfalls Vorschläge zur Verbesserung und Vereinfachung der Situation machen. Ihnen steht bis zum Ende der Stillzeit Hebammenhilfe zu. Adressen von Hebammen erhalten Sie bei Ihrer Entbindungsklinik oder Ihrem Gesundheitsamt. Vielleicht mögen Sie sich auch an eine Stillgruppe oder Stillberaterin vor Ort wenden. Adressen finden Sie unter www.afs-stillen.de, www.lalecheliga.de, www.bdl-stillen.de

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