Themenbereich: Nachsorge

"Gebärmuttersenkung"

Anonym

Frage vom 15.12.2003

Ich habe einen 13-jährigen Sohn und eine 6 Monate alte Tochter. Mein Arzt hat bei der ersten Untersuchung (6 Wochen nach der Geburt)eine Gebärmuttersenkung festgestellt. Ich sollte nun diese typischen Übungen machen und muss nun nochmals zur Kontrolle. Meine Frage nun: Was kann man sonst noch machen, außer diesen Muskelanspannungsübungen? Was passiert wenn die Gebärmuttersenkung nicht mehr weggeht? Kann es sein, das die Gebärmutter aus der Scheide rausschaut? Ich habe Angst vor einer ev. notwendigen Operation. Danke

Antwort vom 15.12.2003

Hallo,
wenn die Senkung sich verschlimmert kann es zu Inkontinenzerscheinungen kommen, die sich in unwillkürlichem Urinabgang äußern. Die Rückbildungsübungen sollten länger gemacht werden als einen Kurs, wenn weiterhin eine Senkung besteht. Eine Erfolg versprechende Methode, wenn Übun-gen nicht ausreichen, ist das Beckenbodentraining mit Konen. Das sind kleine Gewichte, die in die Scheide eingeführt werden. Sie sind z.B. unter dem Namen Femkon erhältlich und die Kosten können von der Krankenkasse übernommen werden. Im Extremfall kann die Gebärmutter aus der Scheide herausschauen und eine OP notwendig sein. Dies ist aber selten nötig, wenn die Möglichkeiten die es sonst gibt konsequent ausgeschöpft werden. So kurz nach der Geburt besteht also noch kein Grund sich darüber übermäßig zu sorgen. Wichtig ist zusätzliche Belastungen des Beckenbodens wie z.b. schweres Heben möglichst zu vermeiden.
Gute Besserung, Monika Selow

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