Themenbereich: Babyernährung allgemein

"Neurodermitis"

Anonym

Frage vom 17.12.2003

Hallo,
meine Tochter ist fast 10 Monate alt.Seitdem sie 8 Wochen ist, leidet sie unter Neurodermitis. Ich habe voll gestillt bis sie 6 Monate alt war, seitdem bekommt sie mittags Gemüsebrei. Sie ißt nur Möhre/Kartoffel, alles andere lehnt sie angewiedert ab. Seit sie 7 Monate alt ist bekommt sie abends zusätzlich einen Milch-Getreide-Brei und morgens einen milchfreien Bananen-Getreidebrei. Seitdem sie 9 Monate alt ist, ißt sie zusätlich morgens eine Scheibe Butterbrot und abends zwei und bekommt zwischedurch mal einen Keks oder ein Stück Kuchen. Alles andere lehnt sie rigoros ab. (Mein Sohn hatte in dem Alter schon fast alles mitgegessen, was wir aßen). Ich stille noch morgens und abends und zwischendurch manchmal. Aber ich habe das Gefühl die Kleine trinkt nicht mehr. Sie nuckelt zwei, drei Mal und dann hat sie kein Interesse mehr. Kann ich jetzt einfach abstillen und sie ganz normal mitessen lassen oder sollte ich ihr Milch geben? Und wenn, was für Milch? Ich neige stark der Naturkost zu und habe Bedenken ihr Milchpulver zu geben.
Bei meinem Sohn war das kein Problem, der hat Beikost "nach Plan" bekommen. Ich habe gestillt bis er ein Jahr alt war und danach aß er das mit, was wir aßen, morgens bekam er danach einen Kakao.
Dieses Mal bin ich total verunsichert. Soll ich sie zum Stillen "Zwingen"? Soll ich lieber HA-Milch oder Säuglingsnahrung aus dem Bio-Laden füttern? Soll ich die MIlch ganz weglassen?
Für eine Antwort wäre ich dankbar!
Viele Grüße.
Sonja

Anonym

Antwort vom 17.12.2003

-Sie sollten Ihre Tochter auf keinen Fall zum Stillen zwingen. Wenn sie nicht mehr an der Brust trinken möchte und kein Interesse mehr daran zeigt, gestillt zu werden, stillt sie sich gerade selber ab. Das tun etliche Kinder im Alter Ihrer Tochter. Vielleicht handelt es sich auch nur um eine vorübergehende Trinkmüdigkeit. Bieten Sie Ihrer Tochter zu den gewohnten Zeiten die Brust an und beenden das Stillen bei offensichtlichem Desinteresse. Falls sich ihr Verhalten im Laufe der nächsten Tage nicht verändert, können Sie davon ausgehen, dass Ihre Tochter nun die Stillzeit beendet. Allergiegefährdete Kinder oder Kinder, die eine Neurodermitis haben sollten im ersten Lebensjahr keine Kuhmilch und Milchprodukte erhalten. Außerdem müssen sie im ersten Lebensjahr auf Hühnerei, Fisch, Sojaprodukte, Nüsse, Weizen und Zitrusfrüchte verzichten. Sie können den Brei am Morgen als Milchbrei herstellen, so dass die Kleine zwei Milchmahlzeiten am Tag hat. Der Milch-Getreide-Brei wird im ersten Lebensjahr mit einer hypoallergenen Säuglingsnahrung zubereitet. Wenn Ihre Tochter eventuell demnächst keine Breie mehr essen möchte, kann sie lernen, die Milch aus der Tasse zu trinken und dazu Brot mit Obst und Gemüse zu essen. Sie können sich für weitere Informationen an die Arbeitsgemeinschaft Allergiekrankes Kind e.V. wenden, www.aak.de

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