Themenbereich: Abstillen

"abstillen bei empfindlichen Brustwarzen"

Anonym

Frage vom 31.12.2003

Hallo Hebammenteam, meine Tochter ist jetzt 2 Wochen alt und ich würde gerne abstillen, da ich mit meinen Brustwarzen sehr große Probleme habe. Mittlerweile zweifle ich schon an mir, ob ich meine Tochter überhaupt entsprechend ernähren kann. Jedesmal wenn ich sie anlege habe ich höllische Schmerzen. Ich glaube deshalb nicht, dass für mich und meine Tochter das Stillen die beste Lösung ist. Jetzt meine Frage an sie: wie kann ich am schonensten für mich und meine Tochter abstillen? Ich hoffe sie können mir ein wenig helfen! Vielen Dank schon mal im voraus.

Anonym

Antwort vom 31.12.2003

Viele Mütter haben zu Anfang der Stillzeit Probleme mit schmerzhaften Brustwarzen, die sich allermeist schnell beheben lassen. Es ist schade, wenn Sie jetzt schon das Stillen aufgeben. Falls Sie es doch noch weiter versuchen wollen, ist es wichtig, dass Sie immer wieder die Stillpositionen wechseln und Ihr Baby optimal anlegen, sodass es mit der Brustwarze einen Teil des umliegenden Brustgewebes erfasst. Anlegefehler sind der häufigste Grund für schmerzhafte Brustwarzen, und diese sind am leichtesten zu beheben. Beim Anlegen sollten Sie Ihre Tochter so halten, dass ihr gesamter Körper Ihnen zugewandt ist. Ohr, Schulter und Hüfte des Babys bilden eine Linie, und Ihre Tochter kann Ihre Brust anschauen, ohne dabei den Kopf drehen zu müssen. Stützen Sie den Körper der Kleinen mit einem Stillkissen oder einem anderen Kissen ab, sodass sie in Höhe der Brust liegt. Der Unterkiefer des Kindes vollbringt beim Saugen die stärkste Saugleistung, weshalb es ratsam ist, von Anfang die Stillpositionen abzuwechseln. So gelangt die Brustwarze immer wieder aus einem anderen Winkel in den kindlichen Mund. Das Brustgewebe wird geschont und die Brüste gleichmäßig entleert. Stillen Sie abwechselnd im Liegen und im Sitzen, z.B. im Wiegengriff oder im Rückengriff. Wenn Ihre Tochter den Mund weit öffnet, ziehen Sie sie mit einer raschen und gezielten Bewegung an Ihre Brust, sodass sie die Brustwarze und einen Teil des umliegenden Gewebes erfassen kann. Sie hat dann „den ganzen Mund voller Brust“ und ihre Lippen sind nach außen gestülpt. Nase und Kinn der Kleinen sind nah an der Brust. Nach dem Stillen können Sie eine Lanolinsalbe auf die Brustwarzen auftragen (z.B. Lansinoh, Purelan oder Brustwarzensalbe). Sie können sich an eine freiberufliche Hebamme wenden, die zu Ihnen ins Haus kommt und Sie beim Stillen unterstützt. Sie wird sich eine Stillmahlzeit anschauen und Ihnen Tipps zur Verbesserung der Situation geben. Die Kosten dieser Hilfe übernimmt Ihre Krankenkasse. Adressen von Hebammen erhalten Sie bei Ihrer Entbindungsklinik, Ihrer Gynäkologin oder Ihrem Gesundheitsamt. Vielleicht mögen Sie sich auch an eine Stillgruppe oder Stillberaterin vor Ort wenden. Adressen finden Sie unter www.afs-stillen.de, www.lalecheliga.de, www.bdl-stillen.de . Wenn Sie auf keinen Fall weiterstillen möchten, ist es am schonendsten für Ihre Brüste, wenn Sie nach und nach eine Stillmahlzeit durch eine Flaschenmahlzeit ersetzen. Durch das verminderte Anlegen an die Brust wird sich Ihre Milchmenge reduzieren und Ihre Tochter kann sich langsam an die künstliche Säuglingsnahrung gewöhnen. In diesem Fall sollten Sie eine Pre-Nahrung füttern oder eine HA-Nahrung, falls in Ihrer Familie eine allergische Belastung vorliegt. Falls sich Ihre Brüste prall anfühlen, können Sie sich Linderung verschaffen, indem Sie den Überdruck von Hand ausstreichen oder mit einer Handpumpe abpumpen. Dabei sollten die Brüste nicht entleert, sondern lediglich entlastet werden. Kühlende Quark- oder Kohlumschläge wirken ebenfalls entlastend. Sie können die Hilfe einer Hebamme auch in Anspruch nehmen, wenn Sie Unterstützung beim Abstillen brauchen.

Viele Mütter haben zu Anfang der Stillzeit Probleme mit schmerzhaften Brustwarzen, die sich allermeist schnell beheben lassen. Es ist schade, wenn Sie jetzt schon das Stillen aufgeben. Falls Sie es doch noch weiter versuchen wollen, ist es wichtig, dass Sie immer wieder die Stillpositionen wechseln und Ihr Baby optimal anlegen, sodass es mit der Brustwarze einen Teil des umliegenden Brustgewebes erfasst. Anlegefehler sind der häufigste Grund für schmerzhafte Brustwarzen, und diese sind am leichtesten zu beheben. Beim Anlegen sollten Sie Ihre Tochter so halten, dass ihr gesamter Körper Ihnen zugewandt ist. Ohr, Schulter und Hüfte des Babys bilden eine Linie, und Ihre Tochter kann Ihre Brust anschauen, ohne dabei den Kopf drehen zu müssen. Stützen Sie den Körper der Kleinen mit einem Stillkissen oder einem anderen Kissen ab, sodass sie in Höhe der Brust liegt. Der Unterkiefer des Kindes vollbringt beim Saugen die stärkste Saugleistung, weshalb es ratsam ist, von Anfang die Stillpositionen abzuwechseln. So gelangt die Brustwarze immer wieder aus einem anderen Winkel in den kindlichen Mund. Das Brustgewebe wird geschont und die Brüste gleichmäßig entleert. Stillen Sie abwechselnd im Liegen und im Sitzen, z.B. im Wiegengriff oder im Rückengriff. Wenn Ihre Tochter den Mund weit öffnet, ziehen Sie sie mit einer raschen und gezielten Bewegung an Ihre Brust, sodass sie die Brustwarze und einen Teil des umliegenden Gewebes erfassen kann. Sie hat dann „den ganzen Mund voller Brust“ und ihre Lippen sind nach außen gestülpt. Nase und Kinn der Kleinen sind nah an der Brust. Nach dem Stillen können Sie eine Lanolinsalbe auf die Brustwarzen auftragen (z.B. Lansinoh, Purelan oder Brustwarzensalbe). Sie können sich an eine freiberufliche Hebamme wenden, die zu Ihnen ins Haus kommt und Sie beim Stillen unterstützt. Sie wird sich eine Stillmahlzeit anschauen und Ihnen Tipps zur Verbesserung der Situation geben. Die Kosten dieser Hilfe übernimmt Ihre Krankenkasse. Adressen von Hebammen erhalten Sie bei Ihrer Entbindungsklinik, Ihrer Gynäkologin oder Ihrem Gesundheitsamt. Vielleicht mögen Sie sich auch an eine Stillgruppe oder Stillberaterin vor Ort wenden. Adressen finden Sie unter www.afs-stillen.de, www.lalecheliga.de, www.bdl-stillen.de . Wenn Sie auf keinen Fall weiterstillen möchten, ist es am schonendsten für Ihre Brüste, wenn Sie nach und nach eine Stillmahlzeit durch eine Flaschenmahlzeit ersetzen. Durch das verminderte Anlegen an die Brust wird sich Ihre Milchmenge reduzieren und Ihre Tochter kann sich langsam an die künstliche Säuglingsnahrung gewöhnen. In diesem Fall sollten Sie eine Pre-Nahrung füttern oder eine HA-Nahrung, falls in Ihrer Familie eine allergische Belastung vorliegt. Falls sich Ihre Brüste prall anfühlen, können Sie sich Linderung verschaffen, indem Sie den Überdruck von Hand ausstreichen oder mit einer Handpumpe abpumpen. Dabei sollten die Brüste nicht entleert, sondern lediglich entlastet werden. Kühlende Quark- oder Kohlumschläge wirken ebenfalls entlastend. Sie können die Hilfe einer Hebamme auch in Anspruch nehmen, wenn Sie Unterstützung beim Abstillen brauchen.

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