Themenbereich: Schwangerschaft allgemein

"Herztonabfall, 36.SSW"

Anonym

Frage vom 02.01.2004

Zurzeit bin ich in der 36.SSW. Bei den letzten beiden CTG Kontrollen war es immer so, dass die Herztöne so zwischen 120-160 lagen.Beide Male war ein plötzlicher Herztonabfall auf 70 zu verzeichnen. Danach stieg die Frequenz gleich wieder an. Bei beiden Kontrollen habe ich auf der Seite gelegen. Wie kann so etwas kommen. Die Ärztin meinte es wäre so o.K. Ist es möglich das unser Kind nicht so gut mit Sauerstoff versorgt wird oder sich die eigene Nabelschnur abklemmt ?. Desweiteren verspüre ich wenig Kindsbewegungen, obwohl das Kind normal groß ist.

Antwort vom 02.01.2004

Hallo,
Herztöne lassen sich nur interpretieren, wenn man die gesammte Kurve der Aufzeichnungen sieht. Manchmal zeichnet das Gerät die Herztöne nicht richtig auf, weil sich das Kind wegdreht und der Computer im Gerät einen Moment braucht um sich wieder zu justieren. Auch möglich ist, dass für eine Weile nur der mütterliche Puls registriert wird. Ich könnte mir vorstellen, dass der Herztonabfall eine solche Ursache hat, die Ihre Ärztin erkennen kann, wenn sie den Streifen vor sich hat. Auch normal ist, wenn es sich nur um wenige langsamere Schläge handelt. Wenn Sie Fragen zum CTG haben oder Sie etwas verunsichert, sollten Sie Ihre Ärztin direkt nach der Untersuchung fragen und sich die Kurve erklären lassen. Auch Beobachtungen wie nachlassende Kindsbewegungen sollten Sie Ihrer Ärztin mitteilen. Aussagen über konkrete Bedingungen in einer Schwangerschaft lassen sich nur machen, wenn einem das Gesamtbild vorliegt. Ich weiß auch nicht, wieso überhaupt schon CTG geschrieben wird. In den Mutterschaftsrichtlinien sind routinemäßige CTG-Kontrollen nicht vorgesehen, weil das CTG keine zusätzliche Sicherheit bringt. Ausnahmen sind nur bei Terminüberschreitung und bestimm-ten Risikofaktoren. Manche Ärzte wenden das CTG trotzdem routinemäßig an, was oft zu Verunsiche-rung führt, jedoch eigentlich keinen Nutzen für die Überwachung der Schwangerschaft hat. Wenn es Anhaltspunkte gäbe, die auf einen Sauerstoffmangel schließen lassen, hätte Ihre Ärztin sicherlich weitere Maßnahmen mit Ihnen besprochen. Wenn Ihnen erst nach dem Besuch bei der Ärztin Fragen kommen, sollten Sie sich nicht scheuen noch mal telefonisch nachzufragen.
Alles Gute, Monika Selow

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