Themenbereich: Schwangerschaft allgemein

"Hypertonie, Harnleiterstenose"

Anonym

Frage vom 14.01.2004

Hallo,
ich bin noch nicht schwanger, möchte
es aber gerne werden.
Ich habe aber ziemlich grosse Bedenken, da
ich Hypertonikerin bin und zur Zeit noch
einen ß-Blocker und einen ACE-Hemmer nehmen
muss.Ausserdem habe ich eine Harnleiterstenose
die mir aber keinerlei Probleme macht.

Nun zu meiner Frage:
Kann mein Internist die Medikamente bedenkenlos
umstellen und wie gross ist das Risiko das durch die
Vergrößerung des Uterus in der Schwangerschaft es zu
einer vollständigen Abklemmung des Harnleiters und somit
zu einer OP-Indikation kommt?

Anonym

Antwort vom 14.01.2004

Ihr Internist wird Ihren Blutdruck schon unter Kontrolle halten können, wenn Sie schwanger sein sollten. Es gibt Blutdrucksenkende Medikamente, die man auch in der Schwangerschaft verschreiben kann. Die Schwangerschaft wird von Anfang an eine Risiko-Schwangerschaft sein, d.h. der Blutdruck wird streng kontrolliert in der Schwangerschaft.
Wenn Sie es jetzt noch nicht tun, werden Sie in der Schwangerschaft ihren Blutdruck auch täglich selbst dokumentieren, so dass man bei Entgleisungen oder Auffälligkeiten schneller reagieren kann.
Eine bestehende Hypertonie vor der Schwangerschaft kann sich zu einer "Pfropfgestose" entwickeln d.h. die vorhandene Hypertonie kann sich verschlechtern und andere Komplikationen können hinzukommen. Deshalb wird man Sie in der Schwangerschaft engmaschiger kontrollieren.
Ihre Harnleiter können Schwangerschafts-bedingt durch die größer werdende Gebärmutter abgedrückt werden, so dass Sie Probleme mit den Nieren bekommen können.
Es muss aber alles nicht sein. Ich habe Ihnen einige Komplikationen aufgezählt, die im schlimmsten Fall eintreten können. Um natürlich kompetenter beraten zu sein, wäre zu empfehlen, dass Sie Ihren Internist und Ihren Frauenarzt vor der Schwangerschaft intensiver über das Thema interviewen. Grüsse

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