Themenbereich: Stillen allgemein

"Stillen mit Stillhütchen"

Anonym

Frage vom 22.01.2004

mein sohn ist jetzt 9 wochen alt. ich hatte im krankenhaus und danach daheim sehr entzündete Brustwarzen und habe lange mit stillhütchen gestillt. als ich versuchte ohen stillhütchen weiterzustillen hat er sich total meiner brust verweigert und das ging so lange bis ich ihn einfach mit stillhütchen weitergestillt habe. das hat auch bis jetzt super funktioniert, aber seit c.a. einer woche hat er wirklich probleme und scheint sehr viel luft zu schlucken, was natürlich das stillen zu einer qual für ihn ( und für mich ) macht. ausserdem meine ich, dass ich um einiges weniger milch produziere ! ich lege ihn jetzt schon seit 3 tagen alle 2 stunden an, aber es scheint keine besserung einzutreten. soll ich zufüttern, oder abpumpen ? falls ich zufüttern soll, wann und wieviel, was für eine babynahrung empfehlen sie ? ich würde mich über eine antwort sehr freuen.
mfg, röttele

Anonym

Antwort vom 22.01.2004

Hallo, Sie sollten zuerst Kontakt mit einer Hebamme aufnehmen, die bei Ihnen in der Nähe ist. Diese soll Ihnen helfen das Kind ohne Hütchen zu stillen, immer wieder probieren und üben. Dass er wegen dem Hütchen so viel Luft schluckt, kann ich mir fast nicht vorstellen, aber für so einen Beratung/"Stillkontrolle" muß jemand vor Ort sein...ich kann leider vom PC nicht zusehen und Ihnen Rat erteilen.
Nach einiger Zeit4-6 Wochen wird die Brust im Allgemeinem weicher und die Frauen haben das Gefühl sie hätten weniger Milch, ohne das dies wirklich so ist. Nur wird die Milch nun nach Angebot und Nachfrage produziert und nicht im Überangebot wie am Anfang.
Wenn sie häufig anlegen wird auf Dauer mehr Milch produziert-dauert ein bißchen-
daneben können Sie Haferflocken, Milchbildungstee, Malzbier, Getreidekaffee, alkoholfreies Bier und mal ein Glas Sekt für die Milchbildung essen und trinken.
Über zufüttern kann ich Ihnen keinen Rat geben, da ich keinerlei Angaben über die Gewichtszunahme und das Gedeihen habe. Solange er 4-5 fest nasse Windeln am Tag hat ist das in der Regel ein Zeichen, dass die Kinder ausreichen Nahrung bekommen. Zwischen 100-150g sollte ein Kind in der Woche zunehmen.
Der Anspruch auf persönliche Hebammenhilfe besteht mit 2 persönlichen und 2 telef. Stillberatungen bis zum Ende der Stillzeit. Außerdem kann ein z.B.Hausarzt ein Rezept über Hebammenhilfe schreiben und dann kann die Hebamme auch nach 8 Wochen zur Nachsorge kommen. Sie können Ihre Nachsorgehebamme oder eine Ihrer Wahl anrufen.Machen Sie das doch bitte bevor Sie zufüttern , da Sie Ihnen beim Anlegen helfen kann und somit die Stillprobleme sich anders als mit künstlicher Milch lösen könnten.
Viel Erfolg

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