Themenbereich: Abstillen

"7 Monate, Probleme mit Abstillen"

Anonym

Frage vom 30.01.2004

Mein Sohn ist jetzt 7Monate und meine Frau hat Schwierigkeiten mit dem Abstillen.
Das Problem legt sich wie folgt dar:
Mein Sohn braucht immer noch die Brust zum einschlafen.
Da mein Sohn aber weder Flasche noch Trinkbecher nimmt, ist sehr schwer ihn zum schlafen zulegen.
Es dauert keine 10 Minuten, dann schreit er los. Ich kann nicht helfen.
Meine Frau muß in der Nacht dann alle 1 1/2 bis 2 Stunden aufstehen, da mein Sohn sehr stark schreit. Aber er öffnet nicht die Augen. Sobald er an der Brust von meiner Frau liegt wird er sofort ruhig und meine Frau kann Ihn wieder hinlegen. Bis zum nächsten schreien.
Was können wir tun bzw. wie kann den Schalfrythmus verlängern ohne daß meine Frau in der Nacht stillen muß.
Für eine ausführliche Antwort wären wir sehr dankbar.
Oder nennen Sie uns evtl Litaratur die sich mit solchen Themen beschäftigt hat.
Danke für Ihre schnelle Antwort und verbleibe mit freundlichen Grüßen
Fam. Spans

Anonym

Antwort vom 30.01.2004

Wahrscheinlich spürt Ihr Sohn, dass die Stillzeit zu Ende gehen soll und ist zu diesem Schritt noch nicht bereit. Aus Ihrer Beschreibung der Situation geht deutlich hervor, dass Ihr Sohn schärfsten Protest zum Ausdruck bringt. Offensichtlich benötigt er noch mehrere Stillmahlzeiten, was für sein Alter auch ganz normal ist. Das Stillen hat auch nach dem Beginn der Beikosteinführung eine wichtige Funktion im Leben eines Babys. Mit dem Stillen wird sein Bedürfnis nach Nähe, Zärtlichkeit, Geborgenheit, Körperkontakt, und Nahrung befriedigt. Lassen Sie Ihrem Sohn noch einige Wochen Zeit, bis er abgestillt wird, zumal er das Trinken aus dem Becher oder der Flasche noch gar nicht beherrscht. Die Umstellung auf feste Nahrung sollte nicht zu schnell erfolgen. Wahrscheinlich wird Ihr Sohn zufriedener schlafen, wenn er am Tag noch zwei bis drei Stillmahlzeiten bekommt. Diese können Sie dann langsam und schrittweise Monat für Monat reduzieren. In der Zwischenzeit kann er das Trinken aus dem offenen Becher oder der Tasse lernen. Als Getränke eignen sich Kräuter- und Früchtetee ohne Zuckerzusätze und Wasser. Vielleicht schläft Ihr Sohn besser und länger, wenn er neben Ihrer Frau weiterschlafen darf. Er wacht sicherlich nicht so oft vor Hunger auf, sondern weil er ein Bedürfnis nach Nähe hat. Vielleicht schießen auch seine Zähnchen ein, was ihn verunsichert und schmerzt. Dann wirkt die Nähe der Eltern tröstend und beruhigend. Einige Kinder können nachts besser schlafen, wenn sie am Tag viel Körperkontakt und Nähe hatten. Hierfür bietet das stundenweise Tragen im Tragetuch oder Tragesack eine gute Möglichkeit. Regelmäßige Körpermassagen befriedigen das Bedürfnis nach körperlicher Berührung und Zärtlichkeit. Auch das gemeinsame Baden ist eine gute Gelegenheit für körperliche Nähe. Versuchen Sie , mit dem Kleinen einen regelmäßigen Tagesrhythmus einzuhalten und gewöhnen Sie ihn besonders am Abend an ein immer wiederkehrendes Einschlafritual. In dem Buch „ 100 Fragen Babyschlaf“, Sabine Friedrich, rororo finden Sie weitere Antworten und Anregungen zum Thema. Ebenso empfehle ich das Buch „Schlafen und Wachen, Ein Elternbuch für Kindernächte“, William Sears (ISBN 3-906675-03-3). Dieses Buch kann der ganzen Familie helfen, besser zu schlafen.

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