Themenbereich: Nachsorge

"Fehlgeburt nach Clamydien?"

Anonym

Frage vom 02.02.2004

Hallo liebes Hebammneteam, ich brauch mal wieder Eure Hilfe!
Ich hatte am 31.01.2004 eine Frühgeburt in der 11ten Woche, nachdem ich fast 14Tage Blutungen hatte, mal mehr mal weniger. Ich war 2mal deswegen beim FA aber er konnte nichts festellen.
Nun war ich heute bei Ihm habe ihm den Brief von Krankenhaus gebracht und er meinte es hänge wahrscheinlich mit dem Alter zusammen, ich werde bald 36. Ich hatte im U-Heft gesehen das ich Chlamyia trachomatis positiv habe, nun habe ich ihn heute darauf angesprochen und wie sich feststellte haben seine Helferinen das falsch(negativ) in meine Akte geschrieben, deshalb bin ich auch nicht bahandelt worden, meine Frage kann der Abort damit zusammen hängen?
Und wie ist das jetzt mit den Hormonen, ich kann fast nicht schlafen, bin nur am heulen, aber sonst voll fit wie nach meinen beiden Kindern, und gibt es irgendwas Homöopatisches das ich nehmen kann damit ich das alles besser verarbeiten kann?
danke im voraus für eine Antwort, Doris

Antwort vom 02.02.2004

Hallo,
mit dem Alter hängt die Fehlgeburt sicher nicht zusammen. In den ersten Monaten sind Fehlgeburten relativ häufig, was die unterschiedlichsten Gründe haben kann, aber manchmal auch keinen erkennbaren. Es kann sein, dass sich die Nachgeburt ungünstig angesiedelt hat oder das Kind sich nicht richtig entwickelt hat. Letztendlich wird sich der Grund nie wirklich feststellen lassen und es läßt sich auch nicht jede Fehlgeburt vermeiden. Infektionen können die Wahrscheinlichkeit erhöhen, es gibt jedoch auch Frauen, die ihre Kinder trotz Infektion ganz normal bekommen. So kurz nach der Fehlgeburt ist starke Trauer verbunden mit Schlaflosigkeit und Traurigkeit verständlich und kein Zustand, der durch Medikamente gehemmt werden sollte. Das Erlebte müssen Körper und Seele erst verarbeiten. In manchen Städten gibt es Trauerbegleitung für Frauen nach glückloser Schwangerschaft. Sie haben auch nach Fehlgeburt Anspruch auf eine Hebammenbetreuung. Beides ist aber reginal unterschiedlich vertreten. Homöopathische Mittel sollten nur nach einem Gespräch zur Suche des richtigen Mittels eingesetzt werden. In Frage kommen Rescue-Tropfen (Bachblüten), bei länger andauerndemStimmungstief auch Johanniskrautkapseln, aber wie gesagt, zunächst ist es besser die Trauer um das verlorene Kind auszuleben. Ich wünsch Ihnen alles Gute, Monika Selow

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