Themenbereich: Stillen allgemein

"abpumpen funktioniert nicht"

Anonym

Frage vom 21.02.2004

Hallo! Meine Tochter ist 5 Monate alt. Bis jetzt habe ich voll gestillt. Seit ein paar Wochen ist eine meiner Brustwarzen entzündet, so dass das Stillen an der Seite große Schmerzen bereitet. Ich habe mir nun die Handmilchpumpe Isis von Avent angeschafft. Leider klappt das Abpumpen jedoch nicht richtig. Nach 10 Minuten ist grad mal der Flaschenboden bedeckt, obwohl ich bisher nie Probleme mit der Milchmenge hatte. Ich hab schon alle tipps, die Sie anderen Frauen im Forum gegeben haben, ausprobiert. Vielleicht hab ich es bisher zu einem falschen Zeitpunkt probiert? Vielleicht haben Sie ja noch einen guten Tipp für mich? Danke und Gruß! V. Jenssen

Anonym

Antwort vom 21.02.2004

Zunächst sollten Sie abklären, warum Ihre Brustwarze seit einigen Wochen entzündet ist und nicht heilt. Manchmal handelt es sich um eine Pilzinfektion, die bewirkt, dass die Entzündung nicht abheilt. Ihre Frauenärztin kann einen Abstrich von der Brustwarze nehmen und feststellen, ob es sich um eine Pilzinfektion handelt und diese gezielt behandeln. Nehmen Sie die Hilfe einer Hebamme oder Stillberaterin in Anspruch, die Ihnen beim Abpumpen helfen kann, die Brustwarze inspiziert und Ihnen hilft, die Ursache für das Stillproblem zu beseitigen. Legen Sie Ihr Baby immer wieder aus unterschiedlichen Positionen an die Brust, sodass die Brustwarze entlastet wird. Achten Sie darauf, dass Ihr Baby nicht nur an der Brustwarze nuckelt, sondern auch einen Teil des umliegenden Gewebes im Mund hat. Ihre Tochter muss mit ihrem gesamten Körper Ihrem Körper zugewandt sein (Bauch an Bauch) und darf beim Trinken nicht den Kopf drehen. Ohr, Schulter und Hüfte der Kleinen bilden dabei eine Linie. Einige Frauen können nicht gut abpumpen, obwohl sie genug Milch haben. Hier ist es immer günstig, vor dem Abpumpen den Milchspendereflex auszulösen. Massieren Sie vorher Ihre Brust sanft, beugen sich anschließend vorn über und schütteln die Brust sanft aus. Legen Sie einen warmen Waschlappen oder ein warmes Kirschkernsäckchen auf die Brust (Wärme fördert den Milchfluss). Pumpen Sie zu einem Zeitpunkt, wenn die Brust viel Milch hat, z.B. etwa drei Stunden nach einer Stillmahlzeit oder nach einer längeren Nachtpause. Sie können auch ausprobieren, an der einen Seite zu pumpen, während das Kind an der anderen Seite trinkt. Durch das Saugen Ihrer Tochter an der Brust wird in beiden Brüsten der Milchspendereflex ausgelöst, und das Pumpen müsste möglich sein. Kontrollieren Sie auch, ob die Pumpe richtig zusammengesetzt ist und richtig saugt. Das wichtigste ist aber, dass Sie rasch die Ursache für die anhaltende wunde Brustwarze herausfinden und eine gezielte Behandlung stattfindet. Alles Gute und viel Erfolg.-

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