Themenbereich: Abstillen

"Probleme mit Beikost ?!"

Anonym

Frage vom 04.03.2004

Hallo liebes Hebammen-Team!
Meine Sohn ist 5 Monate alt und ich entwöhne ihn ganz vorsichtig seit ca 2 Wochen. Begonnen mit Möhren, dann Möhre/Kartoffel und seit ein paar Tagen Kürbis. Er ist den Brei ( eine Mittagsmahlzeit) gut, hat aber seit einigen Tagen Verdauungsprobleme(Verstopfung?, Blähungen und ist sehr quengelig. Ich möchte gern langsam abstillen, da ich das Gefühl habe, die Milch reicht ihm nicht mehr und weil ich es nicht mehr schaffe, nicht zu rauchen (in der Schwangerschaft und in den ersten drei Monaten habe ich darauf verzichtet, inzwischen rauche ich 2-3 Zigaretten am Tag, zerreibe mich aber zwischen Verlangen und schlechtem Gewissen - sicher auch nicht gut)Kann es sein, das er den Brei (noch) nicht verträgt? Soll ich es mit Obst versuchen ?
Danke für eine schnelle Antwort und viele Grüße!
Katrin

Anonym

Antwort vom 04.03.2004

-Manche Kinder bekommen Verdauungsprobleme wenn sie Möhren bekommen. Lassen Sie die Möhren erst mal ganz weg und füttern Ihrem Sohn Kürbis, Kartoffel und Pastinake. Lassen Sie sich viel Zeit mit der Umstellung auf feste Nahrung und richten Sie sich nicht nach den Gewohnheiten und dem Geschmack der Erwachsenen. Als Grundregel gilt, dass Sie Woche für Woche ein neues Nahrungsmittel anbieten und Monat für Monat eine Stillmahlzeit durch eine Beikostmahlzeit ersetzen. In den ersten Wochen der Beikosteinführung wird Ihr Sohn optimalerweise noch überwiegend gestillt. Mit zunehmenden Beikostmengen wird sich allmählich Ihre Milchmenge reduzieren. Beginnen Sie mittags mit einem Gemüsebrei, der in der ersten Woche nur aus einem Gemüse besteht (z.B. Pastinake, Kürbis ). Am ersten Tag füttern Sie nur drei bis fünf Teelöffel und steigern die Menge von Tag zu Tag. In der zweiten Woche können Sie dem Gemüse eine gekochte Kartoffel hinzufügen und in der dritten Woche ein weiteres Gemüse u.s.w.. So können Sie nachvollziehen, wie Ihrem Kind die fremde Nahrung bekommt, was er mag oder worauf sie möglicherweise allergisch reagiert. Im Laufe eines Monats steigern Sie die Breimenge, bis Ihr Sohn bei dieser Mahlzeit nicht mehr gestillt wird. Wenn Sie so weit sind, fügen Sie dem Gemüsebrei raffiniertes Pflanzenöl hinzu. Im zweiten Fütterungsmonat ersetzen Sie die Abendstillmahlzeit durch einen Milch-Getreide-Obstbrei. Dann folgt ein milchfreier Getreide-Obstbrei am Nachmittag und schließlich die Morgenmahlzeit als Milch-Getreide-Obstbrei oder schon mit kleinen Brotstückchen, je nach Alter des Kindes. Sobald Sie mit der Beikost beginnen, sollten Sie mit Ihrem Sohn das Trinken aus einem offenen Becher oder einer Trinktasse üben und die Flasche ganz umgehen. Als Getränke eignen sich Wasser und ungesüßte Kräuter- und Früchtetees. In der Broschüre „Gesunde Ernährung von Anfang an “ (Verbraucherzentrale Hamburg, Tel. 040/24832-20, E-Mail: info@vzhh.de ) finden Sie wertvolle Informationen und Hintergründe zur schonenden und gesunden Einführung der Beikost.

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