Themenbereich: Stillen allgemein

"Problme beim Abpumpen"

Anonym

Frage vom 07.03.2004

Da mir das Stillen meiner Tochter (8 Wochen) äußerst schmerzhaft ist und sie dabei auch sehr schreit, habe ich mich für das Abpumpen entschieden und gebe ihr die Muttermilch mit der Flasche. Zuerst habe ich einfach gepumpt (1-1 ½ Stunden) und seit ein paar Tagen pumpe ich beide Brüste gleichzeitig (ca. 45 min für 200-250 ml). Ich würde den Pumpvorgang gerne beschleunigen, warme Umschläge und Massage habe ich auch schon gemacht, leider ohne Erfolg. Ab und an habe ich auch wieder meine Tochter angelegt, um damit den Milchfluss zu beschleunigen mit dem Ergebnis blutunterlaufener und deformierter Brustwarzen und Schmerzen über 2 ? 4 Tage. Ich muss dazu sagen, dass sie eben auch sehr hastig und schnell trinkt. Vielleicht haben Sie noch einen wertvollen Tipp für mich. Mein zweites Problem ist, dass ich mehr Muttermilch habe, als getrunken wird. Ich habe nun schon fast 3 Liter eingefroren, nun gehen mir leider die Flaschen aus. Gibt es noch andere Möglichkeiten Muttermilch in Flaschen bzw. Beuteln einzufrieren? Und wo bekommt man günstig Beutel für Muttermilch?

Anonym

Antwort vom 07.03.2004

Sie sollten so schnell wie möglich Kontakt mit einer Hebamme oder Stillberaterin aufnehmen, die sich den Verlauf einer Stillmahlzeit anschaut und Ihnen Tipps zum korrekten Anlegen Ihres Kindes gibt, sodass Ihre Brustwarzen beim Stillen nicht verletzt werden. Achten Sie darauf, dass Ihr Baby nicht nur an der Brustwarze nuckelt, sondern auch einen Teil des umliegenden Gewebes im Mund hat. Ihre Tochter muss mit ihrem gesamten Körper Ihrem Körper zugewandt sein (Bauch an Bauch) und darf beim Trinken nicht den Kopf drehen. Ohr, Schulter und Hüfte der Kleinen bilden dabei eine Linie. Legen Sie Ihr Baby immer wieder aus unterschiedlichen Positionen an die Brust, sodass diese von allen Seiten gleichmäßig entleert und die Brustwarze entlastet wird. Mit kompetenter Hilfe und etwas Übung wird es Ihnen sicherlich schnell gelingen, Ihr Baby an der Brust zu stillen und von der Pumpe loszukommen. Sie können die Pumpdauer reduzieren und statt 45 Minuten nur etwa 20 Minuten pro Pumpvorgang beide Brüste gleichzeitig pumpen. Die vollautomatische Pumpe „Symphonie“ von der Firma Medela imitiert am ehesten das Saugen des Kindes an der Brust und führt meistens zu sehr guten Pumpergebnissen innerhalb kurzer Zeit. Vielleicht können Sie zu dieser Pumpe wechseln. Der Pumpvorgang geschieht in zwei Phasen. Zunächst saugt die Pumpe sehr sanft und schnell, um den Milchspendereflex auszulösen. Nach wenigen Minuten schaltet sie automatisch auf die Hauptpumpphase um. Das Vakuum können Sie dabei selbst regulieren. Zum Erhalt der Milchmenge sollten Sie etwa alle drei Stunden am Tag und einmal in der Nacht abpumpen. Die Muttermilch kann in abgekochten Marmeladengläsern eingefroren werden (Vorsicht: nicht ganz befüllen, sondern Platz zur Ausdehnung der Flüssigkeit lassen). Muttermilcheinfrierbeutel gibt es von den Firmen Medela und Ameda (Apotheke). Sie sind für den häuslichen Gebrauch geeignet, aber nicht sehr preisgünstig. -

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